Pubertod
Jungs klettern gern auf Bäume,
und oft werden dabei Träume zu Schäume.
„Boys In The Trees“ ist ein metaphorisches Stück Gefühlsgrusel,
wenn du ihn entdecken konntest, hattest du 'ne Menge Dusel.
Es geht um Freundschaft, Mobbing und Erwachsenwerden,
von Dreibeinern und ihrem oft zerstörerischen Trieb zu Herden.
Mit einem klasse Soundtrack wie frisch aus 1997,
der alte Grunge-Fan in mir freut sich.
Mit tollen jungen Darstellern besetzt,
ganz entspannt, nicht wie vieles heute unnötig gehetzt.
Ein Mix aus „Donnie Darko“ und „Jamie Marks Is Dead“,
doch mit qualitativen Tendenzen eher zum Ersteren, also zu einem Brett.
Diese unreifen Burschen müssen noch so einiges lernen,
ihre Zukunft und Entscheidungen stehen oben in den Sternen.
Für jedes 90er-Kind Pflicht im Monat des Kürbis,
denn seit „Super Dark Times“ kein Film mehr erinnerte derart an Skaten, den Gameboy und Furbies.
Über den Glauben an sich selbst, den Mut zum Greifen nach den eigenen Träumen,
gibt dieser emotionale Ausbruch Kraft, um sich gegen Hass und Dunkelheit und traurige Gedanken aufzubäumen.
Fazit: egal ob als rockiges 90er-Revival, milder Halloweengrusler oder sensibler Coming-of-Age-Hammer - „The Boys In The Trees“ trifft in jeder seiner Kategorien den Punkt voll und immer absolut den richtigen Ton! Eine echte Entdeckung aus den letzten Jahren, die leider kaum einer bisher gesehen hat. Unbedingt nachholen! Am besten diesen Monat. Smells Like Halloween Teen Spirit.