iHaveCNit: Verleugnung (2017)
Ein Film aus dem April diesen Jahres, für den ich mich irgendwie spontan interessiert , aber dann trotz vieler Gelegenheiten nicht den Weg ins Kino gefunden habe, ist „Verleugnung“, der ein interessantes Gerichtsdrama auf wahren Begebenheiten und einem eindringlichen Thema ist. Ich leugne hier an der Stelle nicht, dass ich den Film für ein gutes Gerichtsdrama halte.
Wir befinden uns mitten in den 90ern. Die amerikanische Uniprofessorin Deborah E. Lippstadt hat in ihrem aktuellsten Buch einen britischen Autoren David Irving die Leugnung des Holocaust vorgeworfen. Irving klagt sie daraufhin in Großbritannien an, wo Sie aufgrund des komplexen Rechtssystem nicht nur sich selbst, sondern auch die historische Wahrheit des Holocausts verteidigen muss, denn bei Verleumdungsklagen muss in diesem Fall der Holocaust tatsächlich bewiesen werden. Lippstadt, selbst jüdischen Ursprungs, sieht den Fall als Herzensangelegenheit an und strebt unerbittlich den Sieg vor Gericht an.
Das Thema des Films mit dem Holocaust ist extrem wichtig und eindringlich. Der Film arbeitet nicht nur wie klassische Investigativgeschichten genau diesen Holocaust auf, er liefert mit dem komplexen britischen Rechtssystem in solchen Fällen eine interessante Ausgangslage. Diese Ausgangslage wird entsprechend nicht nur den Fakten Raum zur Entfaltung lassen, sie ist auch durch eine psychologische Note in der Aufbereitung der Fakten in Bezug auf die Befragung eines David Irving unterfüttert, die eine gewisse subtile Spannung liefert. Natürlich liefert der Film mit Rachel Weisz und Timothy Spall sowie in Nebenrollen Tom Wilkinson und Andrew Scott sehr engagierte Darsteller. Vor allem Weisz und Spall trumpfen hier richtig gut auf. Unabhängig aber davon, wie wichtig das Thema ist, wie engagiert die Darsteller bei der Sache sind: der Film kommt doch manchmal sehr nüchtern rüber, wenn es verbissen um die Fakten und eine fokussierte Konstruktion des Gerichtsdramas kommt.
„Verleugnung“ - My First Look – 7/10 Punkte.