Review

Von den richtigen Prioritäten…28.07.2025

Der Rahmen

Gleich zu Beginn der wichtige Hinweis: dies ist ein Film, der nur Eltern gefallen wird, doer Paaren, die vorhaben, Eltern zu werden, wobei sein hier härter ist als planen. Ich bin selber Vater, und deswegen erschüttern mich Filme wie dieser immer wieder, ob das nun Absicht der Autoren ist oder nicht, sei dahingestellt. Hier nun folgen wir Dane Jensen auf seinem Businessweg ins vermeintliche Glück. Nie Zeit für die Kinder, Telefon immer am Ohr, die finale Beförderung zum Geschäftsführer vor Augen, endlich am Ziel…doch dann erkrankt der Sohn an Leukämie, schnell fällt er in sich zusammen, trotz großer Tapferkeit wird es nicht besser…was tun? Was ist wichtiger? Was, wenn man sowieso machtlos ist gegen die böse Krankheit, warum nicht einfach noch härter arbeiten…, wenn dann am Ende alles vergebens ist? Das ganze Rackern und Schuften für die Katz, weil die Kollegin, nicht abgelenkt, einfach einen Tick besser performt und befördert wird? Ist es die zahllosen Arbeitsstunden wert? Diese Fragen darf man sich im Verlauf des Films gerne stellen.

Gucken oder nicht?

Ja, das lohnt sich
 
Warum?


Wie gesagt: wenn man selber nicht annähernd mit Kindern zu tun hat, sondern auch ohne diese ein glückliches Leben führt, dann ist der Film nicht unbedingt famos. Doch selbst wenn man nur eine Freundin hat, wie schnell ist sie einem genommen, und wie sehr reuen einen dann, wenn alles zu spät ist, die verpaßten Gelegenheiten? Die Dinge, die man nicht gesagt oder getan hat? Eben, diese kleine Lektion wurde schon in vielen Filmen transportiert, und sie ist immer wieder gut…“nutze den Tag“. Gerald Butler macht das hier ordentlich, er gibt den Workaholic sehr überzeugend, etwas schlechter ausgestaltet ist die Rolle seiner Frau, die einfach nur als duldsames Hascherl gezeichnet ist. Interessant auch der Nebenplot um einen Langzeitarbeitslosen, der, obwohl qualifiziert, einfach keinen Job bekommt…, ganz fein verkörpert durch Alfred Molina. Kurzum, wenn man mal wieder ein bißchen Moral braucht, einen kleinen Anstoß, das Leben zu ändern, ist man hier gut aufgehoben, denn der Film vermeidet all zu große Tragik, sondern bebildert einfach die Schwierigkeiten von Menschen, die sich mit scheinbar unüberwindlichen Schwierigkeiten konfrontiert sehen.

Die Note

Dergleichen fristet in Hollywood ein verkümmertes Dasein, Filme mit einer an sich simplen, aber ergreifenden Geschichte gibt es kaum mehr. Sicher ist das nicht unbedingt großes Kino, aber an allen Fronten gutes Handwerk, das zum Nachdenken mahnt – Leser, verschwende nicht Deine Zeit, und so Du Kinder hats, sieh jetzt nach ihnen und sei froh, daß es ihnen gut geht…8/10.

Details
Ähnliche Filme