Review
von Leimbacher-Mario
Mut gibt es nicht nur an der Front
Perfekt für ein Double oder gar Triple Feature mit "Dunkirk" und/oder "The Darkest Hour", eignet sich diese WW2-Kriegsromanze über eine britische Drehbuchschreiberin, die sich in ihren Vorgesetzten und Co-Autor verliebt, während sie einen Film über die legendäre Dunkirk-Rettung schreiben und der Krieg um sie herum keine Pause macht...
"Their Finest" ist im Kern eine feine, angenehme Lovestory - für diesen Part würde ich eine 2- vergeben. Ausserdem ist es eine Geschichte über die Entstehung und den Zauber von Filmen, worin er locker einer 2+ von mir bekommt. Ein weiterer Aspekt ist der, der arbeitenden und sich langsam emanzipierenden Frauen im Arbeitsbereich, worin er auch eine solide 2 einfährt. Und als letztes ist es ein Kriegsfilm, was immer etwas im Hintergrund läuft und worin er aber eine noch solide 3+ von mir bekommt. Vor allem eine frühe Bombenszene, in der eine flüchtende und scheinbar sichere Frau getroffen wird, die gerade in der U-Bahn noch einem abreisenden Soldaten einen Korb verpasst hat, blieb mir da in Erinnerung. Vor allem solche überraschend düsteren Momente bleiben hängen und hieven das Kriegsdrama weit weg von belanglos und Durchschnitt.
All diese kleinen, meist gelungenen Puzzlestücke setzen sich zu einem sehenswerten "gut" zusammen und stechen sich nicht gegenseitig aus, ergänzen sich eher. Gemma Arterton und Bill Nighy sind wahre Stand Outs und haben beide einige wahrlich süße Momente auf den Leib geschrieben bekommen. Insgesamt stimmt die Balance aus Melodrama und Comedy, Zucker und Bitterkeit, Trauer und Hoffnung.
Fazit: eine kleine aber feine und beispielhafte Geschichte über Mut, Liebe und Powerfrauen. Und die Macht und Magie der Movies. Klingt nach viel, ist aber ziemlich süß heruntergebrochen. Konzentriert und sympathisch kleinlaut.