Review
von Xander_LaVelle
Wenn ein Film bereits zu Beginn damit anfängt, Gründe aufzuzählen, weshalb man den Streifen nicht ansehen sollte, sollte man zugleich stutzig werden. Nicht aus dem Grund, dass die vorgetragenen Contras etwa stimmen könnten, sondern eher, dass sich der Film damit interessanter macht, als er eigentlich ist. In "Hostel" oder "Saw" konnte man solche Warnungen nämlich nicht vermerken, waren es doch auch zugleich die großen Überraschungen.
Das Positive, das man über "Blood Feast" sagen kann ist, dass das Bild gut geraten ist und alles sehr professionell aufgenommen wurde. Das sei es dann aber auch schon des Lobes, denn auch wenn es sich beim Vorliegenden Werk um ein Remake handelt (das Original ist mir selbst unbekannt; ich werde es mir aber auch sicher niemals ansehen), ist die ganze Storyline so sehr an den Haaren herbei gezogen, dass dies beinahe schon wütend macht.
So geht es um einen Vater, bzw. eine Familie, die ohne ihre Medikamente zu Kannibalen zu mutieren scheinen. Wenn hier dann auch die Szenen kommen, in denen das Fleisch verzehrt wird, ist dies jedoch gedanklich gut ausblendbar, weil man sich einfach nur fragt, wie schnell es denn gehen kann, dass eine Familie zum Kannibalismus bekehrt wird.
Auch der ägyptische Geist einer Art Cleopatra, wie auch die Wolfsmaske, die der Vater manches Mal trägt sind so dämlich, dass man sich manches Mal fragt, wie lang denn diese 90 Minuten Laufzeit des Films sein können....
Das Ende kommt dann aber auch so abrupt, was zu dem ansonsten so miesen Film dann doch passt. Es wird weder die Handlung erklärt, noch ein richtiges Ende gesetzt. Sehr enttäuschend...