Review

Friede, Freude & Trollikuchen

"Trolls" reitet auf der unverständlicherweise enorm erfolgreichen Welle der Animationsfilmen zu den passenden Spielzeugen, Apps oder Werbefiguren. In einer uninspirierten Story über singende Feel Good-Trolle die vor riesigen, trollfressenden Bergen weglaufen, versucht Dreamworks das Kultspielzeug aus den 90ern zurückzubringen. Leider klappt das nur sehr bedingt. Der Look ist ansteckend bunt & die etlichen Songs & trolligen Remix versprühen gute Laune, gehen direkt ins Ohr, was sicher mit an exzellenten Synchronsprechern/-sängern wie Justin Timberlake oder Anna Kendrick liegt. Leider bringt all die gute Laune & tolle Musik wenig, wenn die Emotionen nie berühren, wenig Witze sitzen & die Story kaum einfallsloser geht.

"Trolls" nicht gut zu finden, fällt fast schon schwer, denn die süßen, leckeren Langhaarträger wollen ja eigentlich keinem Böses. Noch dazu gab es im letzten, vor Animation platzenden Jahr, sicher Schlechteres zu sehen & zumindest für die Kleinen ist kurzweilige Unterhaltung & positive Energie sichergestellt. Doch was dann am Ende an Substanz oder Qualität übrig bleibt, liegt nur bedingt über dem Film der Angry Birds, was man von einem Haus wie Dreamworks durchaus als Enttäuschung werten kann. Der Einsatz von "Sound of Silence" ist genial & die Message einfach wie zeitlos - am Ende guckt man aber lieber nochmal "Alles steht Kopf", um einen bleibenden Film über Gefühle zu sehen. Den leicht makabren & burtonesken Touch der Bergen & ihrer Stadt, kann ich allerdings nur sehr gut heißen. 

Fazit: coole Songs, süße Helden & eine knallbunte Optik - leider bleibt die Geschichte vollkommen auf der Strecke & keine Sekunde länger als der Abspann im Kopf. Nicht wirklich besser als die Angry Birds & kein Vergleich zum "Lego Movie". Als flaches Kindermusical in Ordnung. Leider kein Stück mehr. 

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