Dreizehn Jahre nach „Bad Santa“ (2003) ist Hauptfigur Willie wieder an gewohntem Platz. Aus dem Knast, versoffen und frustriert. Herausgerissen wird er hieraus durch das Auftauchen seines früheren Kollegen Marcus, der mit ihm wieder ein Ding drehen will. Dass auch Willies skrupellose Mutter involviert ist, macht die Sache nicht weniger kompliziert. Wobei der Plot in der von Mark Waters inszenierten Fortsetzung nun wirklich nicht viel Aufmerksamkeit erfordert. Man plant einen Raub, die Figuren haben ihre Befindlichkeiten und alles läuft auf diverse Zoten und viel Gefluche hinaus. In seinen knapp neunzig Minuten liefert „Bad Santa 2“ so ziemlich das, was man bei Kenntnis des Vorgängers erwartet.
Das ist wenig anspruchsvoll denn derbe und nicht sonderlich innovativ. Aber der Streifen hat durchaus seine lustigen Momente, wenn sich die Treffer hier auch beileibe nicht die Klinke in die Hand geben. Dafür liefert der Film eine anständige Besetzung. Billy Bob Thornton wirkt wieder passend fertig, Tony Cox entsprechend agil, Kathy Bates gliedert sich da gut ein.
Immerhin beschert Waters dem Werk ein halbwegs brauchbares Tempo, wenn das Ganze auch mal redundant und ziellos wirkt ob der dünnen Geschichte. Auch fühlt sich der Streifen nie nach Kino an und ist wohl auch nur in der richtigen Stimmung erträglich.
„A penguin. It doesn't have to be alive.“
Späte Fortsetzung der inkorrekten Zotenparade, deren Sinn man infrage stellen darf. Immerhin mit ein paar witzigen Sequenzen und einem ansprechenden Cast ausgestattet, plätschert „Bad Santa 2“ nett vor sich hin und liefert allerlei grobes Gehabe in Bild und Ton. Also so ziemlich das, was man auch schon zuvor bekommen hat. Irgendwie unterhaltsam. Weiß nur nicht, warum.