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Das WWE-Filmstudio, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, aktive und auch ehemalige Wrestler in Filmen unterzubringen, legt sich glücklicherweise auf kein Genre eindeutig fest, obgleich der Actionfilm natürlich nahe liegt. WWE-Kämpfer Stu Bennett überzeugt wie viele seiner Kollegen mit einer erstaunlichen körperlichen Präsenz, doch schauspielerisch, auch das verwundert nicht, ist noch viel Luft nach oben.

Thomas (Scott Adkins) war fünf Jahre als Undercover-Agent tätig, nun lebt er mit seiner kleinen Tochter innerhalb eines Zeugenschutzprogramms in London. Als er drei Einbrecher tötet und sein Gesicht in den Medien erscheint, ruft das alte Feinde auf den Plan.
Ein Waffenschieber hat den Auftragskiller Bishop (Stu Bennett) auf Thomas angesetzt, welcher sich fortan auf der Flucht befindet…

Der Streifen hätte gut in die späten Achtziger gepasst und wahrscheinlich hätte jemand wie Steven Seagal oder Dolph Lundgren die Hauptrolle übernommen. Insofern stellt Adkins eine gut Wahl dar, denn als fürsorglicher Vater macht er eine erstaunlich gute Figur, obgleich seine Mimik wie gehabt zurückhaltend ist. Und obgleich ein Familiendrama ein Themas ist, wird dieses eher am Rande thematisiert, denn die Action steht klar im Vordergrund.

Die setzt binnen weniger Minuten ein, als drei Vermummte bei Thomas eindringen, da sie sich schlicht in der Adresse geirrt haben. Der ehemalige Agent fackelt nicht lange, wird jedoch verletzt und landet mit Handschellen am Krankenbett, während Bishop bereits unterwegs ist. Das Duell der Männer, die ständige Hatz quer durch London, dominiert schließlich das Treiben.

Und das unterhält, trotz kleiner Abstriche aufgrund der sehr dünnen Story erstaunlich gut.
Da wird mächtig über die nächtlichen Straßen gebrettert, es gibt einen Fight in einer Gondel, eine Explosion in einer ohnehin baufälligen Wohnung und natürlich das Duell zwischen Gut und Böse, welches gleich zweimal stattfindet. Dabei überzeugt Adkins mit einigen überraschenden Moves, Bennet setzt indes auf konzentrierte Kraft und Würfe.
Die Choreographie ist ohne Makel, die Kamera arbeitet angenehm ruhig und der Score treibt ordentlich an.

Das latent hohe Tempo ohne einen Hauch von Leerlauf und die wohl dosierte Action, welche neben den Kämpfen auch zahlreiche Schusswechsel beinhaltet, kaschieren die altbacken anmutende Story durchaus, verhindern jedoch nicht, dass Überraschungsmomente oder gar unerwartete Wendungen nahezu ausbleiben. „Eliminators“ unterhält bei niedriger Erwartungshalt solide, liefert jedoch keinen sonderlich erinnerungswürdigen Genrebeitrag.
6 von 10

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