Review

kurz angerissen*

Von Papier wegen standardisierter B-Action-Schlonz ohne jede Besonderheit, weiß der mit Scott Adkins immerhin kernig besetzte „Eliminators“ in vereinzelten Einstellungen wenigstens optisch zu überzeugen, gerade wenn man gefühlt höher eingeschätzten Käse wie den Steven-C-Miller-Output zum Vergleich heranzieht. Wenn mal wieder ein Ex-Marine-Agent-Detective-Special-Force-Whatever um seine kleine Tochter bangen muss, die beim Dreh vor allem das Wort „Daddy“ in allen Varianten auswendig lernen musste, kriegt man zwar das kalte Kotzen, doch immerhin bleibt der übliche Augenkrebs durch überzogene Farbfilter und Kontraste aus. Wenn mal mit Signalfarben gearbeitet wird, wie etwa in der völlig rot beleuchteten Küche des Gegenspielers, so handelt es sich um eine bewusste Wahl, nicht etwa um eine Laune.

Adkins ist dezent überfordert, wenn es in die gemeinsamen Szenen mit seiner Filmtochter geht (oder wenn er vor dem Spiegel steht und seine eigene Existenz analysiert), davon abgesehen aber die gewohnte Bank. Im Wrestler Wade Barrett findet er dann auch einen Opponenten, der ihn angemessen herauszufordern versteht; zwar ist auch seine Assassinen-Rolle ein altes Klischee in der Anlage, es wird jedoch durch ungewöhnlich intensive und mit Bedacht geplante Sequenzen interessant gestaltet und es würde nicht verwundern, wenn die WWE Studios künftig öfter auf ihn zurückgreifen würden.

Der unglückliche Trailer spricht also nur die halbe Wahrheit: „Eliminators“ ist zwar die darin angeteaserte Stangenware, hat aber genug interessante Aspekte zu bieten, damit eine einmalige Sichtung durchaus kurzweilig ausfallen kann.

*weitere Informationen: siehe Profil

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