Staffel 2 - 10/10
Staffel 2
Daaaaaaaaaaaaaaaaaaamn!!!!!!!
Fleabag ist zurück - und das frecher denn je,
dabei hatte ich schon die Premierenstaffel gelobt über den Klee.
Aber man kann es nicht anders sagen, dieser 1-2-Punch rockt,
hier gibt's wirklich nichts mehr, was meine Begeisterung stoppt.
Das ist Comedygold mit Tempo, Tiefe und Herz,
mal lacht man sich schlapp, mal fühlt man in der Seele den Schmerz.
Das britische „Atlanta“-Pendant, immer frisch, akut und schlicht genial,
dagegen wirken selbst feine andere Serien oft beliebig und fahl.
Selten machte Können, Cleverness und Genie eine Frau für mich attraktiver als hier,
wenn ich irgendwann Phoebe treffe, ich sicher nur stotter' und stier'.
Staffel 2 von Fleabag schwingt sich auf in neue Höh'n,
zur Verarbeitung und zum Schätzen einiger Highlights, musste ich als Unterbrechung erstmal die Haare föh'n.
Das ist einfach zu gut gemacht für den schnellen Konsum,
ich bin fest davon überzeugt, diesen sechs bzw. zwölf Folgen winkt auch in Jahrzehnten noch Ruhm.
Vielleicht sehen wir die Figur ja sogar nochmal wieder,
selbst wenn es erst ist in ferner Zukunft, wenn sie singt im Altenheim Lieder.
Vom heißen Priester über aufdringliche Männer bis hin zu toxischem Feminismus,
ich lag öfters neben der Couch, Fremde hätten denken können, ich hätt 'nen gerissenen Meniskus.
In der Kürze liegt die Würze, jaja, i know,
dennoch ist die Lauflänge für mich der einzige Kritikpunkt der Show.
Immerhin ist das so perfekt und ohne Filler,
eine Show, nur bestehend aus Reizen, Wiederspielwert und einer Frau, die ist Killer.
Hinter all dem Lachen und den absurden Situationen,
wird sich ein Blick in die Seelenwelt selten so lohnen.
Über Glück und alternative Pfade,
ich weiß nicht, ob ich zu dieser Kostbarkeit jemals Freunde einlade.
Wohl noch nie liefen Theater und Serienform derart ideal Hand in Hand,
darauf sind stolz von Wade Wilson bis Immanuel Kant.
Das ist Kaviar-Fernsehen wie es steht im Buche,
selten kommt es vor, dass ich vor Freude fluche.
Edel, mit Stil und trotzdem für Furzjokes oder Poposex nicht zu fein,
gegen dieses konzentrierte Mammutwerk wirkt manch 100-Episoden-Serie nichtig und klein.
Fazit: eine der besten Staffeln und Shows des Jahrzehnts. Von der vielleicht momentan lustigsten und coolsten Frau auf unserem Planeten - „Fleabag“ und Phoebe Waller-Bridge sind pures, kreatives und witziges Rock'n'Roll. Und Staffel 2 setzt sogar noch einen oben drauf. Nur zu kurz. Verdammt. Direkt nochmal schauen?! (10/10).