Review

The Autopsy of Jane Doe ist ein düsterer, klaustrophobischer Mystery-Horrorfilm, der auf faszinierende Weise Spannung mit übernatürlichem Grauen verbindet. 

Die Geschichte beginnt in einem kleinen Familien-Leichenschauhaus, in dem Vater und Sohn – gespielt von Brian Cox und Emile Hirsch – eine unidentifizierte Frauenleiche obduzieren, die unter mysteriösen Umständen in einem Tatort gefunden wurde. Was als routinemäßige Autopsie beginnt, entwickelt sich schnell zu einem unheimlichen und zunehmend bedrohlichen Albtraum.

Das große Plus des Films ist sein Mysterium. Man weiß als Zuschauer nie mehr als die beiden Hauptfiguren selbst. Jede neue Entdeckung an der Leiche wirft mehr Fragen auf, anstatt Antworten zu liefern – und gerade das hält die Spannung konstant hoch. Die Wendung, dass es sich bei der Leiche um eine Hexe handeln könnte, die über Jahrhunderte hinweg gequält wurde und nun ihre Rache ausübt, ist kreativ und ungewöhnlich. Der Film schlägt geschickt die Brücke zwischen paranormalem Spuk und folkloristischer Hexenthematik – und das alles auf engstem Raum, ohne große Effekthascherei.

Atmosphärisch ist Jane Doe hervorragend inszeniert. Die Kälte, die sich zunehmend in den Raum schleicht, die seltsamen Geräusche, der körperliche Verfall der Umgebung – alles steigert das beklemmende Gefühl. Schauspielerisch gibt’s ebenfalls nichts zu meckern: Cox und Hirsch tragen den Film mit ihrer glaubwürdigen und nuancierten Darstellung beinahe alleine.

Zwar bietet der Film kein Happy End, aber genau das passt zu seiner unheilvollen Stimmung. The Autopsy of Jane Doe ist ein Film, der nicht mit plakativen Schockmomenten, sondern mit Atmosphäre, Mysterium und einer originellen Prämisse überzeugt.


Fazit

Mehr als solide – ein kreativer und spannender Horrorfilm mit eigenem Charakter, aber auch keine Offenbarung. 

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