Review

Langweilig wie ein Schweizer Uhrwerk

"Ruah" war der Kurzfilm auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest, der im Vorfeld schon am meisten Wirbel machte und Erwartungen schürte. Wenn man davon bei Shorties überhaupt reden kann. Leider entpuppte er sich dann für meinen Geschmack als ziemlicher Schnarcher. Mehrere mysteriöse Einzelschicksale in der Schweiz, kurz vor einem seltsamen... ja was denn eigentlich? Apokalypse? Invasion? Gehirnpups?

Ich bin einem guten Rätsel nie abgeneigt. Man muss nicht immer alles erklären und mich an die Hand nehmen. Doch das hier scheint eher wie Schweizer Käse, der fast nur aus Luft und Löchern und leeren Versprechen besteht. Vielleicht flog dieses eisige Labyrinth aber auch einfach über meinen Kopf. Gerade in einem vollen, eher gegensätzlichen Kurzfilmprogramm kann das mal passieren. Für Freunde offener Fragen und der Alpen vielleicht doch eine zarte Empfehlung. Ein zumindest ansehnlicher und technisch versierter Knobelbecher.

Fazit: ein Mysterium suhlt sich in Schnee und Ratlosigkeit. Für mich schick, aber nicht das erhoffte Kurzfilmhighlight. Schweizerische Maßarbeit erstickt im Keim. Ein paar mehr Hinweise oder Halbantworten waren selten benötigter und erhoffter... vergeblich. Die totale Unbefriedigung!

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