Oh Man, Doctor Strange hat wirklich das Zeug zu einem wirklich psychedelischen Trip in die 1970er gepaart mit der Dramaturgie der 2010er. Doch was Marvel uns hier auftischt, geht optisch leider kaum über Inception-Niveau hinaus, dabei muss man sich nur die Comics von Ditko mal anschauen, so schwer sollte es doch nicht sein.Die Story selbst folgt ein bißchen dem Comic und verbindet dies mit der Charakterisierung eines Tony Stark. Und das ist verdammt ärgerlich, denn man hat zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, es mit irgend etwas Neuartigem zu tun zu haben. Auch kommt zumindest bei mir niemals irgendwelche Spannung auf, es passiert einfach was, und dann passiert wieder was, der Film nimmt sich nie die Zeit, irgendwelche möglichen Konsequenzen auszuleuchten.
Und dann der Showdown - gleiche Kritikpunkte.
Sicher, der Film kommt - wie üblich für MCU-Filme - fast überall gut an, doch nicht bei mir.Und was wirklich schade ist, ist dass hier wirklich gute Schauspieler verbraten werden: Cumberbatch läuft auf Autopilot und spielt eine Mischung aus seinem Sherlock und RDJ's Tony Stark, ohne sich groß ins Zeugs legen zu müssen. Tilda Swinton darf auch mal durchs Bild wackeln, könnte genauso gut von Takeshi Kitanoi gespielt werden und Mads Mikkelsen hat die sehr undankbare Rolle des blassen Bösewichts auszufüllen. Einzig Chiwejtel Ejjusw. (sorry der Name ist wirklich schwierig) hat eine recht dankbare aber auch vorhersehbare Entwicklung zu durchlaufen.
Eine einzige vertane Chance!5 Punkte