The Incorcist
Zwei Menschen auf engstem Raum,
wollen sie ernsthaft nach dunklen Geistern schaun'n.
Black Magic und realitätsnahe Rufe und Riten,
liesst dieser irische Grusler der großen Konkurrenz die Leviten.
„A Dark Song“ steigert sich wie ein furchterregendes Crescendo,
muss man sich durchaus einlassen auf das verschleppende Tempo.
Tut man dies jedoch, ist man gefangen zwischen Himmel und Hölle,
erfüllt dieser herbeigerufene Spuk nahezu all seine Sölle.
Ich kann nur aussprechen eine hohe Empfehlung,
ist dieses emotionale Schauerstück doch schockierender als jede effekthascherische Pfählung.
Zwischen „Exorcist“, „It Comes“ und „Kill List“, sehr britisch, düster und fein,
möchten selbst gestählte Nerven in diesem besetzten Haus am Ende eigentlich nicht sein.
Ein dunkler Song, ein schwarzer Sog,
erstaunt war ich über einige fiese Asse, die man mühelos aus dem Ärmel zog.
Ein starker Vertreter und Zugang für die Geheimtippliste,
selbst wenn ich nur ungern noch einen Abend in diesen Gemäuern, alleine, im Dunkeln, friste.
Das ist großer, gemeiner und gehaltvoller Genrezauber,
schon tot ist der, der hier nicht spürt diesen gewissen, oft ersehnten, selten gefundenen Schauder.
Fazit: wahrscheinlich der beste Okkulthorrorfilm der 2010er, über den keiner spricht... „A Dark Song“ ist Gruselgold und voller unterschwelligem Alptraumfutter. Aber auch Hoffnung und Licht. Ein enorm emotionaler, menschlicher wie magischer Slowburn. Alles andere als britische B-Ware. Erstklassig und elegant. Die Kunst der dunklen Magie, punktgenau und authentisch näher gebracht. Wunderschön (&) furchteinflössend!