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Vor 50 Jahren wurde eine Gruppe Jugendlicher, die in einer lauen Sommernacht an einem See kampierten, grausam ermordet. Der Mordfall blieb ungeklärt. Die Gegenwart: Zwei Jungs und zwei Mädchen übernachten an dem Schauplatz am See und erzählen sich die Gruselgeschichte von damals. Ist der Killer immer noch unterwegs?

Das Interessanteste an LAKE BODOM dürfte wohl sein, dass es sich um eine finnisch-estländische Produktion handelt. Filme aus dieser Region erreichen uns selten und Horrorfilme gleich gar nicht. Man erinnert sich vielleicht noch an RARE EXPORTS (2010), DARK FLOORS (2008) mit der Horror-Rockband Lordi, den kryptischen SAUNA (2008) oder das Schuldrama KLASS (2007). Genrefilme aus Nordeuropa sind dünn gesät und allein deswegen schon einen Blick wert.

Allzu speziell präsentiert sich LAKE BODOM zu Beginn allerdings nicht. Man fühlt sich in einer FREITAG DER 13. ähnlichen Story. Seeidylle. Nachts ziehen Nebelschwaden auf und der finnische Wald ist düster und unheimlich. Unter den Kids bricht das große Sterben aus. Es geht wohl ein Killer um, den man aber nicht zu Gesicht bekommt. Als eingefleischter Horrorfilmfan denkt man daher schnell, man wisse, wie der Hase läuft. Doch falsch gedacht! LAKE BODOM ist tatsächlich für ein paar Überraschungen gut. Wenig Blut, nicht unbedingt Hochspannung, aber ein paar storytechnische Finessen, die den Film über das Niveau eines Standardslashers heben. Insgesamt zu wenig zwingend, um ihn als Geheimtipp anzupreisen. Die Sichtung lohnt aber auf jeden Fall.

Fazit:
Fin(n)ish him!

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