6
Leider konnte mich der Film auch bei meiner Zweitsichtung nicht vollends überzeugen. Nach wirklich starkem Beginn, nimmt die zweite Hälfte eine für mich völlig willkürliche und falsche Wendung an. Der immer stärker werdende Fantasy-Anteil wirkt völlig fehl am Platz. Das ist wirklich extrem schade und mündet letztendlich in langweilig philosophischen Geschwafel und einem völlig blodsinnigen Ende. Wäre man nach der ersten Hälfte so am Ball geblieben, hätte man ein Meisterwerk schaffen können. Sehr schick sind allerdings die ekelhaften und handgemachten Effekte, welche es zuhauf gibt. Wer zum Teufel hat diesem Film eigentlich eine FSK 16 Freigabe erteilt? Ebenfalls sehr positiv ist mir die Ausleuchtung und Farbwahl und allgemeine Kreativität der Details aufgefallen. Teilweise wirken die Szenen gekonnt fürchterlich albtraumhaft. Fazit: Ein netter und spannender Film, mit erschreckend lahmen Schlußminuten.
6
The Thing trifft auf Assault und dazu noch ein wenig Sektenhorror ala Kill List. Der Mix überzeugt nicht ganz, hätte man sich für eine Richtung entschieden, wärs bedeutend besser geworden. So aber hat man sich für Monster-Ekel-Effekte-Overkill entschieden. Diese sind zwar recht ansehnlich, die mystischen Aspekte wie die Kapuzenmänner oder die Verweise auf eine andere Welt (ist das die Hölle? Pyramiden?) werden leider völlig vernachlässigt. Auch sonst bleibt vieles im Dunklen und wird nicht erklärt. Dazu ist die Synchro völlig daneben. So bleibt ein durchaus gruseliger Horrorstreifen mit einigen guten Ansätzen, der aber nicht so recht überzeugen will. Mit nem größeren Budget wärs vielleicht was geworden.
5
Schleimige Monster wie in Carpenters DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT, Sektenmitglieder in Burkas, nervöse Junkies und Geiselnehmer, ein Hauch von SILENT HILL, eine Prise HELLRAISER (der gehäutete Mann und das Tor zu einer anderen Welt in der Wand) und eine Hochschwangere zwecks zusätzlich brenzliger Lage: Selten wurde in einem Horrorfilm so bemüht versucht, ein halbleeres nächtliches Krankenhaus interessant und abwechslungsreich darzustellen. Doch der Schuss geht fast nach hinten los, denn THE VOID kommt hektisch, chaotisch und verworren rüber. Er versucht, seine eigene Mythologie und sein eigenes Konstrukt aus Regeln zu etablieren, was ihm nur bedingt gelingt. Später sollen halbherzige Erklärungen die vielen losen Fragmente zu einem sinnvollen Ganzen vereinen, doch funktionieren tun nur die Ekeleffekte.