Basierend auf der Refrainzeile von „Santa Claus is Coming to Town“ bringt diese australische Independent Produktion ein Überraschungspaket, wie es zu Weihnachten häufiger üblich ist. Doch auch außerhalb der Feiertage macht die Mischung aus Thriller und rabenschwarzer Komödie Laune.
Kurz vor Weihnachten will der zwölfjährige Luke (Levi Miller) die fünf Jahre ältere Babysitterin Ashley (Olivia DeJonge) um den Finger wickeln, bevor sie fürs Studium in eine andere Stadt zieht. Beinahe scheint der Plan mit Horrorfilm und Champagner aufzugehen, als jemand um das Haus herumschleicht und ein Backstein durchs Fenster fliegt…
Wenn Weihnachten vor der Tür steht, sollte man laut Regisseur Chris Peckover besser alle Pforten geschlossen halten, denn besinnlich geht es in seinem Terrorfilm beileibe nicht zu.
Lukes Eltern hinterlassen bereits keinen sonderlich seriösen Eindruck, wobei das Verwenden von Kraftausdrücken noch harmlos ausfällt. Der Ton ist von Vornherein garstig und das steigert sich kontinuierlich.
Spannend geht es bereits nach rund zwanzig Minuten zu, doch darüber hinaus sollte man so wenig wie möglich über die Handlung wissen, nur, dass es nicht bei einem Twist bleibt und dem Ganzen ein rabenschwarzer Humor anhaftet, der zuweilen in der Kehle stecken bleibt.
Dabei punktet das ordentliche Tempo, es gibt keine unnötigen Schlenker, allerdings gehen einige Wendungen zulasten der Glaubwürdigkeit, was in den letzten Minuten seinen Höhepunkt erreicht. Das trübt den ansonsten positiven Eindruck jedoch nur minimal.
Dank grundsolider Mimen und einer recht versierten Kamera, welche gekonnt und pfiffig mit einigen Bewegungen spielt, macht der Stoff durchweg Laune. Hinzu kommt ein sorgfältig arrangierter Score, dem zwar ein markantes Leitthema fehlt, doch anderweitig funktionieren einige Weihnachtslieder in passenden Situationen sehr gut.
Etwaige Gewalteinlagen deuten sich meistens nur an oder spielen sich allenfalls explizit im Kopf des Betrachters ab, weshalb eine FSK16 voll in Ordnung geht.
Nachdem es innerhalb der ersten Minuten beinahe festlich anmutet, baut Regisseur Peckover auf Kontraste, indem die bunte Beleuchtung und einige Gimmicks typisch amerikanischer Dekoration im krassen Gegensatz zum boshaften Inhalt stehen. Vom Rest sollte man sich schlichtweg überraschen lassen, denn obgleich nicht alle Punkte bis aufs Detail ausgearbeitet sind, bietet das Konzept Freunden makaberer Erzählungen definitiv Kurzweil.
7 von 10