Weihnachtszeit, da gehen die Eltern mal aus und so braucht der zwölfjährige Luke für den Abend eine Aufpasserin. Diese heißt Ashley und da Luke in diese schon eine Weile verknallt ist, hat er sich für den Abend etwas ausgedacht, um ihr näher zu kommen. Doch nicht nur zeigt sie sich seinen Avancen gegenüber unwillig, auch schleicht bald ein unbekannter Schurke durch's Haus.
Alsbald folgt ein Twist, denn die Sache stellt sich schnell anders dar, als sie zuerst scheint. Allerdings läuft sich dies ebenso schnell tot, der Antagonist beginnt zu nerven und der von Chris Peckover inszenierte und mitgeschriebene Streifen schafft es nicht, sein Szenario noch allzu spannend zu Ende zu bringen. Er bemüht sich zwar um Einfälle, trotzdem wollte „Better Watch Out“ bei mir nicht recht zünden. Immerhin braucht das Ganze nur neunzig Minuten.
Dazu gibt's paar blutige Elemente hier und da mitsamt Reminiszenz an „Kevin allein zu Haus“ (1990), insgesamt bleibt die Chose aber spannungsarm und ja, auch wenn immer wieder ein gewolltes Augenzwinkern eingestreut wird, so geht manches im quietschigen Geschrei verloren.
Das Ensemble macht einen soliden Job, Olivia DeJonge als Babysitterin und Bezugsperson taugt da schon. Levi Millers Luke bleibt den Film hindurch eine nervige Kackbratze, der man permanent links und rechts eine mitgeben will (was ja für die Darstellung spricht), und Ed Oxenbould gibt Lukes Kumpel, der auch nicht wirklich viel taugt. So fällt das Szenario überwiegend durch die Figuren, die über die Laufzeit nicht ausreichend interessant bleiben.
„Better Watch Out“ geht relativ schnell die Luft aus. Das liegt nicht an dem frühen Twist, sondern daran, dass er danach kein spannendes, denn ein überwiegend anstrengendes Szenario durchzieht. Möchte psychopathisch mit dunklem Witz sein, bleibt jedoch bemüht.