Ben Winchell spielt Max, einen Teenager, der nach dem Tod des Vaters mit seiner von Maria Bello verkörperten Mutter oft umziehen musste. Diesmal verschlägt es die beiden in den Heimatort von Max, wo er einen ehemaligen Arbeitskollegen seines Vaters, gespielt von Andy Garcia, kennenlernt. Dieser war anwesend, als Max Vater bei einem Laborunfall verstarb und scheint mehr darüber zu wissen, als er und Max Mutter preisgeben wollen. Mysteriös ist auch, dass Max Körper plötzlich verrücktspielt, dass immer wieder starke elektrische Entladungen vom Teenager ausgehen. Und dann taucht auch noch der Außerirische Steel auf, der vorgibt Max Vater zu kennen und ihm bei seinen elektrischen Aufladungen helfen zu können. Mehr noch: Verbindet sich Max mit Steel, wird er zum Superhelden Max Steel.
Spielzeugverfilmungen, wie insbesondere Michael Bays „Transformers“-Reihe, laufen im Kino gut, Superheldenfilme noch besser. Da soll offenkundig selbst um den weniger bekannten Spielzeugsuperhelden Max Steel von Mattel eine eigene Kino-Franchise etabliert werden. In einer animierten TV-Serie und ein paar auf DVD veröffentlichten Trickfilmen war der Superheld ohnehin bereits zu sehen gewesen. Im Kino wird es für „Max Steel“ jedoch nicht weitergehen, weil das Spielfilmdebüt nicht einmal das bescheidene Budget von 10 Millionen Dollar zurück in die Kassen spülen konnte. Mit Andy Garcia (sichtlich lustlos) und Maria Bello (ja, die gibt es noch) hatte man zwar zwei bekannte Gesichter für den Film gewinnen können, wenngleich die den Zenit ihrer Karrieren seit Längerem überschritten haben, doch ansonsten liefert der Film tatsächlich wenige Argumente für das Ansehen im (Heim)Kino, geschweige denn für eine mögliche Fortsetzung der hanebüchenen Geschichte.
Vieles stimmt bei „Max Steel“ nicht. Das gilt insbesondere für die Chemie zwischen dem zurückhaltenden Jugendlichen und dem witzelnden, an eine Drohne erinnernden Alien, die nie wirklich glaubwürdig zusammenfinden. Das ist einmal dem blassen und von jeglichem Charisma befreiten Ben Winchell in der Hauptrolle geschuldet, aber mehr noch den schlecht getimten Rohrkrepierern, die der mittelmäßig animierte Sidekick so von sich gibt. Ansonsten folgt „Max Steel“ den altbekannten Handlungsbahnen des Superheldengenres, inklusive einer klischeehaften Teenie-Lovestory, sodass sich bereits früh abzeichnet, bei wem es sich vermutlich um den wahren Gegenspieler von Max Steel handeln dürfte. Wenn der Abspann nach gut 80 Minuten zu sehen ist, dann ist das meiste auch schon wieder vergessen und es drängt sich eigentlich nur noch eine Frage auf: War dieses kurze Herumhampeln am Ende wirklich schon der Showdown? Er ist jedenfalls noch enttäuschender als der Rest des Films.
Fazit:
Trotz des überschaubaren Budgets hätte in puncto Action und Effekte einfach mehr drin sein müssen, von der kalkulierbaren wie sinnfreien Story und den allenfalls durchschnittlichen Darstellerleistungen ganz zu schweigen.
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