Review
von mustermann
Staffel 1 & 2
Man hätte es beim Film belassen sollen.
Handlung: Menschenähnliche Roboter sollen in einem WildWest-Vergnügungspark die Besucher bespaßen und finden heraus: Es macht mehr Spaß die Menschen zu ermorden.
Prämisse: Irgendwo zwischen Goethes Zauberlehrling und Das Leben ist Scheiße und dann stirbt man.
Positiv: Die CGI-Effekte. Die sind natürlich spektakulär und wesentlich hochglanz-polierter als im Original 1973. Ansonsten siehe Negativ.
Negativ: Zu lang... Die erste Staffel hat im Prinzip die gleiche Handlung wie der Film. Nur wurden straffe 85 min (damals ohne Längen) auf 10 Stunden ausgewalzt. Das Thema gibt nicht genug her, es kommt zwangsläufig zu Leerlauf. In der zweiten Staffel geht es dann darum, wie die Roboter aus dem Vergnügungspark ausbrechen wollen, um im Rest der Welt Menschen zu ermorden. Da wird wild und unübersichtlich zwischen verschiedenen Zeitlinien, Handlungsträngen, Orten und Charakteren herumgesprungen und dabei geschwätzig und wichtigtuerisch in der Gegend herumphilosophiert.
Und die Handlung: Roboter lehnen sich gegen Menschen auf - wie oft denn nun noch? Tron, Terminator, Matrix, diverse Animes, Westworld-Originalfilm, Bladerunner, sogar an eine StarTrek-Folge mit rebellischen Hologrammen erinnere ich mich. Irgendwann ist das Thema einfach durch. Ein alter Hut wird auch nicht interessanter, wenn man ihn bunt anleuchtet und damit gravitätisch umherstolziert.
Fazit: Die erste Staffel kann man sich sparen, die zweite erst recht.
PS: Irgendwie scheint das sehr schwierig zu sein, einen Film (egal wie gut) in eine Serie zu verwandeln. Dusk till Dawn, Hannibal, Westworld - alles langatmig und langweilig. Und es liegt nicht daran, daß ich keine Serien mag. Dexter, Breaking Bad und Z Nation sind toll!