Review

Ich hatte nicht wirklich damit gerechnet, aber "It Stains the Sands Red" ist eine ausgesprochen unterhaltsame Zombie-Film-Variation.
Natürlich nimmt mal wieder niemand das Wort "Zombie" in den Mund, wie das seit einiger Zeit so Mode ist, aber es läuft darauf hinaus, dass ein nicht allzu flott gehender (Un-) Toter eine Frau durch die Wüste verfolgt.
Die, gespielt von der Kanadierin Brittany Allen (Jigsaw) ist eine Prollbitch, die offensichtlich immer auf die falschen Typen reinfällt. Einen davon, ein Schmalspurgangster mit umso größerer Klappe, lernen wir anfangs kennen, aber - man kann es sich schon denken - seine Lebenserwartung ist nicht die höchste.
In der Folge flieht seine Olle durch die Wüste, ist aber immerhin so schlau, Wasser mitzunehmen, der Zombie stetig hinten drein. Aus Panik und Angst wird Vertrautheit und irgendwann quatscht sie den armen Untoten bis oben hin voll.
Mehr sei hier gar nicht verraten - und es gibt durchaus noch einiges.
Der Film ist hierzulande uncut erschienen, was in Ordnung geht, auch wenn er immer, wenn es ans Beißen geht, einen guten Härtegrad aufweist ohne nun die ganze Zeit rumzusauen.
Für eine Indieproduktion dieses Genres und mit sicherlich überschaubarem Budget ist "It Stains the Sands Red" zudem ziemlich schön fotografiert, was ihm wohl bekommt. Ebenso wie die Tatsache, dass Regisseur Colin Minihan (der mit Allen schon die ebenfalls nicht üble B-SF "Extraterrestrial" drehte) seine Hauptfigur ernst nimmt, auch wenn die anfangs wie aus der Abteilung für billische Weiba rüberkommt.
Das macht den Film noch nicht zum Drama, aber verleiht ihm eine gewisse Deepness, die man in B-Filmen so häufig nicht sieht.

Details
Ähnliche Filme