Stirb Langsam war schon ein genialer Film. Und gute Filme werden gerne zitiert. Oder eben kopiert. Das kann in die Hose gehen. Muß es aber nicht. Sudden Death mit Jean-Claude van Damme als Brandinspektor McCord (Zufall?) eines Eishockeystadions lebt in Scheidung und hat seine Kinder zum Finalspiel der Penguins eingeladen. Terroristen haben im gesamten Gebäude Plastiksprengstoff gelegt und den Vizepräsidenten in der VIP Tribüne gefangen genommen. Während die Fieslinge eine nicht unerhebliche Geldsumme fordern, wissen Fans und Spieler jedoch nichts von der Gefahr.
Sowas kann in den USA anscheinend ganz gut funktionieren, denn es fließen bereits Moneten auf die Konten. Polizei und Geheimdienste scheinen machtlos. Schwierig wird es, wenn man dem Brandinspektor auf die Füße tritt und auch seine Tochter als Geisel nimmt. Dann kommt nämlich seine Ausbildung als Feuerwehrmann durch und er ist in der Lage, sich mit Martial Arts zu behaupten, sich wie McGuyver genau die richtigen Tools zu bauen und weiß sogar, wo man am besten die Bomben anbringt, die er nun entschärfen geht.
Ok, das klingt jetzt schlimmer als es ist. Sudden Death ist schon ein sehr guter Actionthriller, der sicherlich von den Kampfsporteinlagen van Dammes profitiert. Dabei ist er mir allerdings zu sehr der Supermann, während sein Vorbild McClane auch amtlich einzustecken hat und trotz der gewaltigen Action einfach glaubwürdiger bleibt. Wenn man allerdings auf derartige Klopper aus der oberen B-Movie Liga steht und sich demzufolge mit gut inszeniertem, aber nach Schema abgespultem Programm anfreunden kann, der wird an Sudden Death seine Freude haben. Ich hatte jedenfalls Spaß. Und mit Wattebäuschen wird trotz FSK 16 wirklich nicht geworfen.