Zusammen mit "Timecop" und "Bloodsport" gehört "Sudden Death" wohl zu den besten Van Damme-Filmen überhaupt. Die Kernstory mit ihrer One-Man-Show gegen Terroristen ist bekannt, hält aber mit dem Eishockeyspiel-Szenario samt dem großen Stadion noch Innovation parat.
Im McClane-Verschnitt robbt Van Damme durch das Gebäude, um seine kleine Tochter zu finden. Dabei erledigt er nach und nach immer mal einen Terroristen und entschärft zur Abwechslung auch im Eishockeystadion versteckte Bomben. Ebenfalls recht wechselhaft zeigt sich die Action mit oftmals blutigen Shoot-Outs, meistens von den Terroristen ausgehend, oder körperbetonten Fights. Für letzteres ist natürlich Jean-Claude Van Damme zur Stelle, dessen Kämpfe in jeden Fall eigentlich Abwechslung und Unterhaltung bieten, zumal die Gegner oft auf unterschiedliche Art und Weise ins Gras beißen müssen. So wird Icy, das Maskottchen im Plüschkostüm, mittels Laufband in eine Maschine gefahren, wobei die unter dem Kostüm steckende Terroristin ein wenig Luftprobleme bekommt oder ein andere Ganove stirbt beispielsweise durch einen Knochen in seinem Hals. Aber auch eine mit brennbarer Flüssigkeit gefüllte Wasserpistole kommt einmal zum Einsatz.
Im Darstellerbereich weiß besonders Powers Boothe als Oberfiesling zu überzeugen. Skrupellos, eiskalt, brutal und mit einem gewissen coolen Charme liefert er wirklich die beste Leistung ab. Aber auch Van Dammes Auftritt kann sich hier sehen lassen. Wie fast immer ist er im kämpferischen Bereich unschlagbar und auch schauspielerisch ist alles akzeptabel, auch wenn er bekanntlich sehr mit dem Einsatz seiner Mimik spart.
Fazit: Unterhaltsamer Actionspaß mit einen sehr guten Powers Boothe und einem damaligen Van Damme, abgesehen von "Bloodsport"-Zeiten, noch in Bestform, der zudem als Zugabe nette Eishockeyspielszenen im Angebot hat. (8+/10 Punkten)