Review


Neben Seagals "Under Siege"-Filmen die einzig beachtenswerte "Die Hard"-Epigone.
 Terroristen nehmen während eines Entscheidungspieles in einem ausverkauften Eishockeystation hochrangige Geiseln, haben aber nicht mit Ex-Feuerwehrmann Darren McCord (Van Damme) gerechnet, der mit dem Mut der Verzweiflung, abgebrochenen Geflügelknochen, Mini-Flammenwerfern Marke Eigenbau und ordentlichen Tritten vor die Fresse den Fieslingen heimleuchtet. Kein Wunder, befinden sich doch auch seine beiden Kinder in dem weitflächig verminten Stadion...

Die Terroristen in "Sudden Death" mögen zwar nicht so raffiniert und kultiviert sein, wie John McClanes Widersacher, sind dafür aber zweimal so gehässig. - Wie sie mit ihren Geiseln verfahren, liegt irgendwo zwischen erbarmungslos und sadistisch.

Regisseur Peter Hyams gelingt es zeitweise gehörig Spannung zu erzeugen und auch die eine oder andere Hockeyspielszene gekonnt in die Dramaturgie des Filmes einzubauen.
Der Film kann sich selten zu einem wirklichen Spektakel aufschwingen, aber irgendwann ist er in einem guten Fluss und einige Szenen, wie die, wo McCord/ Van Damme sich so nebenher auch noch als Torwart behaupten muss, sind schon unterhaltsames Kino und durchaus von Erinnerungswert.

Die Kämpfe sind recht hart, aber meist unblutig, das Verfahren der Terroristen mit ihren Geiseln und mancher, ihnen im Weg stehender, Person, lässt das Szenario aber doch ziemlich ruppig erscheinen.

Van Damme erscheint anfangs nur sporadisch auf dem Schirm, rückt dann allmählich in den Mittelpunkt, bewältigt das Schauspielerische ohne Ausbrecher nach oben oder unten, seine Heldenrolle ist dabei nie zu abgehoben oder übermächtig angelegt, er laviert sich gekonnt durch.

Unterm Stich einer der besten Van Dammes, für Actionfans, die noch vom Genrekino ohne Zappelkamera sozialisiert wurden, irgendwie auch ein Muss...

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