Review

Trotz einiger "Unkenrufe" ist dies meiner Meinung nach einer der besten Actionfilme überhaupt. Es mag sein, dass man hier viele Anleihen an die "Die hard"-Filme findet, es mag sein, dass wir hier nicht die oscarverdächtigen schauspielerischen Leistungen vorfinden und es mag sein, dass man als Zuschauer das Ende schon in einer gewissen Weise vorhersehen kann. Aber Hand aufs Herz, bei welchem Actionfilm ist dies nicht der Fall.

Für mich gehört "Sudden death" jedoch trotz dieser Anmerkungen zu den ganz großen Filmen dieses Genres, weil hier vieles richtig gemacht wurde, weil hier ein stimmiges (soweit man dies bei Actionfilmen sagen kann) Produkt herauskommt und weil man als Zuschauer fast zwei Stunden lang prächtig unterhalten wird. So kann ich mir den Film, obwohl ich ihn schon mehrere Male gesehen habe, immer wieder anschauen und werde jedesmal wieder von der Spannung eingefangen. Dies liegt auch daran, dass es eigentlich keine wirklichen Längen gibt.

Zwar erfahren wir die Vorgeschichte der Hauptfigur, des Feuerwehrmanns Darren McCord, der gebrochen ist, da er in der Vergangenheit bei einem Einsatz ein kleines Kind nicht aus den Flammen retten konnte, im Anschluss daran zerbrach seine Ehe und er muss sich jetzt mit kleineren Jobs, wie dem eines Brandschutzeauftragten bei Großveranstaltungen über Wasser halten. So auch beim Finale der NHL (der National Hockey League), zu dem auch der Vizepräsident nach Pittsburgh reist. Auf diesen haben es eine Gruppe von Terroristen abgesehen, um Lösegelder in Millionenhöhe zu erpressen. Sie nehmen  die VIP-Lounge des Vizepräsidenten ein, während unten das Spiel läuft, und drohen am Ende jedes Drittels weitere Geiseln zu erschießen. Zusätzlich haben sie das Eishockeystadion mit Bomben vermint, um im Falle eines Falles ein großes Blutbad anzurichten. Als sie McCords Tochter, die zusammen mit ihrem Bruder das Spiel anschaut, gefangen nehmen, kommt der "Feuerwehrmann" ins Spiel und schaltet einen Terroristen nach dem anderen aus und findet auch noch die vielen Sprengsätze.

Was hier recht vorhersehbar erscheint, entwickelt in der filmischen Umsetzung von Kamera-Regisseur Peter Hyams eine enorme Dramatik und Spannung. Jean-Claude Van Damme als Feuerwehrmann Darren McCord und Powers Boothe als Anführer der Terroristen können ihren Figuren das jeweils stimmige Gesicht geben. Aber auch die Nebenrollen sind gut besetzt (mit z.B. Dorian Harewood oder Raymond J. Barry).
Die Action hat mich über weite Strecken überzeugt, der Kampf zwischen einer im Maskottchen der Pittburgh Penguins versteckten Terroristin mit dem Feuerwehrmann in der Küche des Stadions ist absolut sehenswert. Sicherlich würde man heutzutage den spektakulären Absturz  eines Helikopters durch das offene Stadiondach anders inszenieren, aber der Film ist ja inzwischen (2015) auch schon zwanzig Jahre alt.

Ich glaube in Zukunft wird mich dieser Film - egal wie oft ich ihn heraushole und schaue - immer wieder gut unterhalten und das kann man nicht von jedem Film sagen.

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