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Bei Terror in überschaubaren Gefilden ist immer Obacht geboten, denn rasch gerät die Chose zur Redundanz und in luftiger Höhe weht nur ein laues Lüftchen. Regisseur Alex Merkin trägt die Geschichte flott vor, was einige Mankos über weite Teile kaschieren kann.

FBI-Agentin Gretchen (Denise Richards) wird von LA nach Washington versetzt, als der windige Terry (Kirk Barker) sie während des Fluges anspricht und kurz darauf eine Flugzeugentführung vermutet. Gretchen ist zunächst skeptisch, doch als sich die vermeintliche Flugbegleiterin als Terrys Ex (Greer Grammer) entpuppt und ein ominöser Hüne (Dolph Lundgren) den Pilotenplatz einnimmt…

Die beengte Situation an Bord eines Passagierflugzeuges in Not kennt man bereits aus den Siebzigern, als Katastrophenfilme die Kinoleinwände dominierten. Im Vorliegenden steht mehr die Action im Vordergrund, denn obgleich sich 90 Prozent der Handlung im Flugzeuginnern abspielt, ist immerhin nahezu latent Bewegung im Spiel. Zumal es nicht allzu lange dauert, bis die Bösewichter mit den wahren Absichten herausrücken, weil ihr ehemaliger Partner Terry sie einst linkte.

Leider werden einige Schergen rasch ausgeschaltet, so dass ein recht überschaubarer Personenkreis gegeneinander antritt und Versteckmöglichkeiten eher Mangelware darstellen.
Ganz logisch ist die Wahl der Rache gegenüber ihres einstigen Komplizen natürlich nicht und es grenzt bereits an Blindheit, einen Flüchtigen an Bord nicht irgendwann ausfindig zu machen. Immerhin, - die wenigen Fights sind einigermaßen knackig, obgleich nicht allzu blutig inszeniert, die Ausstattung fällt in jeder Hinsicht glaubhaft aus und auch von außen macht das Flugzeug eine authentische Figur.

Gleiches gilt für die treffend besetzten Mimen, wobei die offenbar gar nicht alternde Denise Richards nicht allzu tough rüberkommt, wogegen Doplh Lundgren rein körperlich komplett unterfordert bleibt und die meiste Zeit über im Cockpit sitzt. Demgegenüber macht sich Grammer als fiese Ex recht gut und auch UFC-Fighter Chuck Liddell erhält einige körperbetonte Momente.

Insgesamt vermag „Altitude“ aufgrund seiner vorhersehbaren Geschichte und den nur wenigen wirklichen spannenden Momenten nur auf Sparflamme zu unterhalten. Die rar gestreute Action geht in Ordnung, die meisten Tricks fallen passabel aus, nur einige Logiklöcher und Unwahrscheinlichkeiten fallen auf so engem Raum natürlich stärker auf.
Wer auf solide inszenierte B-Action steht, dürfte nicht gänzlich enttäuscht werden, Innovationen oder gar Überraschungen sollte man jedoch nicht erwarten.
5,5 von 10

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