Review

Ich sehe was, was du (hoffentlich) nicht siehst 


Kinder werden in Horrorfilmen oft angebracht - doch nur selten umgebracht, kaum geht’s ihnen wirklich an den Kragen. Man könnte meinen, bei „Child Eater“ wäre das anders, wenn das Setting von einem monsterartigen Mann handelt, der liebend gerne Augen verspeist - und umso jünger diese sind, desto besser. Doch dem ist leider nicht so, das hier ist ein einziger Bluff und Fake. Bitter. The Sitters Baby Murders. Nicht. 

Wie man aus einem guten, gruseligen Kurzfilm einen mindestens soliden Langfilm macht, hat vor ein paar Jahren erst „Lights Out“ gezeigt. Wie man es nicht macht, dann „Child Eater“. Obwohl da auch der Shorty schon nicht annähernd die Klasse des oben genannten hat. Außerdem bin ich auf diesen „Kinderfresser“ aufmerksam geworden, weil die liebe Perri Nemiroff aus dem Collider-Team (YouTube) als Produzentin fungierte. Doch all das brachte nichts. Dieser Bye Bye-Man mit Zahnbelag hat kaum Daseinsberechtigung. Sein Design geht noch in Ordnung, doch Angst macht er nie. Weder als Schatten noch als Jumpscare. Und dabei hätte man ihn auf Grund seiner Legende und Fähigkeiten fantastisch in Hintergründe einbauen können. Doch nichts da. Kreativität Fehlanzeige. Der Aufbau ist zu lahm, die Figuren bleiben böse blass, außer ein paar ausgedrückten Augen gibt’s selbst in Sachen Gore nichts zu holen und das Meiste versackt in Schatten und Dunkelheit. Der Fluch von Darkness Sucks Balls. Und ich glaube, in dem Film stirbt auch zu allem Übel-Überdruss noch nichtmal ein Kind. Absolut schwach. Etikettenschwindel. Ja, das ist nicht übertrieben. Island- und allen andern Boni - dahin! 

Fazit: Augenschlappe! „Child Eater“ ist langweilig, zu dunkel, unspektakulär und vergibt ärgerlich eine grandiose Ausgangslage. Und eins ist sicher: das ist definitiv KEINE neue Horrorikone! Sorry Perri... Das Poster ist hier noch das mit Abstand Beste! 

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