Review

"I am a Passenger, and i ride and i ride..." – Iggy Pop

Jim (Chris Pratt) ist "Lost in Space". Auf einer 120 Jahre langen Weltraumreise in eine entlegene Kolonie hat seine Kryokammer einen Defekt und öffnet sich 90 Jahre zu früh. Um der Langeweile der Isolation zu entkommen, erkundet er das Schiff und vertreibt sich die Zeit mit allerlei extraterrestrischer Vergnügungen. Plötzlich steht die Reisegefährtin Aurora (Jennifer Lawrence) vor ihm...

Der Weltraum erprobte Chris Pratt (GUARDIANS OF THE GALAXY, JURASSIC WORLD) macht einen auf postmodernen Robinson Crusoe. So ähnlich wie Tom Hanks in CAST AWAY. Nur eben in der Tiefe des Alls. Als Freitag bzw. Wilson dient ein androider Barkeeper, der Erinnerungen an SHINING weckt. Mit dem Erscheinen von "Schneewittchen" Jennifer Lawrence (TRIBUTE VON PANEM, SILVER LININGS) wird ein futuristisches Adam-und-Eva-Abenteuer daraus. Science Fiction in Kombination mit Zärtlichkeit und anderen Schwülstigkeiten kennt man aus GRAVITY und INTERSTELLAR. Irgendwie wirken Emotionen im schwerelosen Raum theatralischer und existenzieller als auf der Erde. Auch PASSENGERS bietet romantische Weltraumspaziergänge und Earthlight Dinner. Kulissen und Animationen sind malerisch und atemberaubend. Die Beziehung der beiden Protagonisten ist ebenso zart wie holprig. Verdammt zur Zweisamkeit in der Unendlichkeit. Klingt romantisch, doch: Wie soll aus einer Zwangsgemeinschaft Liebe entstehen?

PASSENGERS bietet "Space Oddity" á la MOON und Romance á la WÄHREND DU SCHLIEFST. Die Darsteller sind in Topform. Die Liebesgeschichte ist losgelöst von allen irdischen Belangen. Wer mit ein bisschen Kitsch klarkommt, wird exorbitant unterhalten.
In Nebenrollen Laurence Fishburne (MATRIX) und Andy Garcia (THE UNTOUCHABLES). Vom Regisseur von IMITATION GAME.

Fazit:
WÄHREND DU SCHLIEFST im Weltraum.

Details
Ähnliche Filme