Review

Ein Film, der sich nicht so recht entscheiden kann, ob er lieber TITANIC, ARMAGEDDON oder doch eine STAR TREK-Folge wäre.

In seiner ersten Hälfte hält PASSENGERS noch gekonnt die Balance zwischen Romantik und Kitsch, leicht beunruhigender Stimmung und nettem Humor. Dazu trägt maßgeblich ein anfänglicher Twist bei, den uns Trailer und Vorabberichterstattung glücklicherweise verschwiegen haben und der die unschuldig erscheinende Geschichte mit einer unerwarteten Dramatik auflädt. Und eine Zeit lang macht es einfach Spaß, der sexy cleveren Jennifer Lawrence, dem knuffig charmanten Chris Pratt und dem herrlich trockenen Michael Sheen beim Spielen zuzuschauen. Von den in der zweiten Filmhälfte auftretenden Ausfällen und Fehlfunktionen des Raumschiffes scheint jedoch zunehmend auch das Drehbuch betroffen zu sein: Das Verhalten der Figuren erfordert auf einmal einiges an Toleranz und künstlich wirkende Twists und Turns sollen wohl die Geschichte voranbringen, treiben sie aber nur einem fürchterlich klischeehaften und aufgesetzten Hopplahopp-Hollywood-Actionfinale entgegen, das weder der Film noch seine Stars verdient haben.

Ob dieser Absturz dem Autor oder dem Studio zuzuschreiben ist, bleibt unklar, die Leidtragenden sind jedoch eindeutig die Zuschauer, die sich etwas intelligentere Unterhaltung erwartet hatten.

Details
Ähnliche Filme