Review

Unanschaubarer Amateurschrott, der in seiner Machart ein wenig an die Sachen von Richard Kern erinnert: Kein Budget, verwackelte Handkamera, gerne aber mit viel Nihilismus, um die dreckige Seite des American Dream zu zeigen. Hier ist es eine Bande von gefrusteten Damen, die Männer töten, weil sie ihre Frauen schlecht behandeln. Manchmal killen die Weiber jedoch einfach nur aus Spaß...

Das interessanteste Detail ist, dass Regisseurin Meredith Lucas nie existiert haben soll, weil es sich um eine fiktive Person handelt. Andere behaupten, sie hätte Selbstmord begangen, weil sie ihre Schulden nicht bezahlen konnte. Beide Infos sind dem englischen Wiki entnommen. 

In der Tat ist BOOTLG wieder die Art von Film, die sich so gerne als Kunst vermarkten würde - weil man außer zusammengequirrltem Murks nichts zu bieten hat. Auch dieses Werk ist eine simple Bildercollage, bei der man nicht nur fragt, was das alles soll, sondern man auch schnell die Lust verliert, dem Ganzen auf lange Sicht zu folgen. So ist der Film weniger Exploitation als er vorgib und somit lediglich zusammengestückeltes Amateurzeugs ohne Sinn, Konzept und Verstand. 

Ständig dudelt irgendwelche Surfpunk-Mucke rauf und runter und ist dabei fast noch das Beste an BOOTLG. Amerika wird als düsterer, dreckiger Ort präsentiert. Wer die Satire findet darf sie behalten. Schon gar nicht ist dieses No Bugdet-Streifen Horror oder Exploitation, sondern schlichtweg bewegte Bilder, die mal wieder das angezählte Image des Amateur-Genres bestätigen. Dezentes 80er-Aroma in Sachen Klamotten, Lebensgefühl und Musik allerdings mit inbegriffen. 

Auf seine Art ist BOOTLG das Spiegelbild einer perspektivlosen Underground-Subkultur der Achtzigerjahre, wenn man diesem Machwerk doch noch einpaar positive Aspekte abringen will. Zeitraubender Unfug über 70 Minuten trifft es jedoch wesentlich eher. 

Punkteminimum! 

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