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Weil Autor Howard Hansen (Ted Prior) nur schwer mit seinem neuen Buch vorankommt, kauft er sich in einem China-Laden ein seltsames Ding im Glas, was als inspirierende Quelle dienen soll, stattdessen werden die hormonellen Triebe in ihm geweckt. Da kommt die von seinem Agenten gestellte Sekretärin Carol (Shannon Tweed) gerade recht für seine gestärkten Bedürfnisse.

Was Fred Olen Ray hier abfeuert, hat für mich schon wieder so viel Charme, dass ich ihm wirklich nicht böse sein kann für seinen vermarktungsträchtigen Mix aus Horror und Erotik mit Schwerpunkt auf letzterem. Die Handlung ist äußerst banal und allzu viel passiert nicht. Aber das "Schöne" bei diesem Trash-Produkt ist, dass der Film sich nicht ernst nimmt und nur schwer vorherzusagen ist, was als nächstes passiert. Im Grunde ist alles möglich.
Das Horror-Element besteht aus einem glibbrigen Etwas, welches, mit einem dominanten Auge ausgestattet, die Protagonisten aus einem Einweckglas anstarrt. Das so etwas Scheußliches überhaupt als Inspiration für die Schriftstellerei dienen kann, erscheint erstmal zweifelhaft, jedenfalls denkt dieses Ding nur an gewalttätigen Sex und überträgt dieses Verhalten - per Hypnose (?!) - auf die anderen Charaktere. Ob sich Fred Olen Ray selbst in diesem Einweckglas sah? Mancher Zuschauer wird sich sicher fragen, ob es für dieses sexistische Denken wirklich eines exotischen Sonstwas bedurft hätte. Aber das ist zumindest eine Erklärung für viele Betteinlagen. Und wenn Shannon Tweed sich im Fitness-Studio aktiv betätigt, hat sich das Ansehen schon gelohnt.
Es gibt noch eine ebenso amüsante, da hanebüchene, Nebenstory mit Geldeintreiber Chad McQueen und seinem Chef Henry Silva. Doch wichtiger ist die Tatsache, dass am Ende viele tot sein werden und keiner auch nur irgendwas für voll nehmen wird.
Und dieses ominöse Glas wäre sicher ein Verkaufsschlager für jedes, in die Jahre gekommene Ehe-Schlafzimmer.

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