Staffel 1
Interessante Serie! Aber in dieser ersten Staffel entfaltet sich alles erst noch. Wie immer am Anfang einer Serie muss man erst mal warm werden mit allem, und gerade die erste Folge schreckt doch etwas ab mit ihrer berechnenden Inszenierung mit viel Rumgevögel und wenig Handlung. Aber wenn man dann ein paar Folgen durchhält, wird man süchtig. Tolle Charaktere, vor allem Ed Gathegi, der schon in "Blacklist" den geheimnisvollen Mr Salomon zum Besten gab, spielt seine Figur herausragend gut. Wenn jemand einen Emmy verdient hat, dann absolut nur Er. Aber auch die anderen Darsteller sind super: Adam Brody und auch Martin Freeman in ungewohnter Rolle. Von der Handlung her superinteressant, auch wenn man keine Ahnung von der Materie hat, diese Mischung aus Finanz-und Cyber-Krimi macht Laune.
Staffel 2
Mach ich selten, eine komplette Serienstaffel an einem Tag runtergucken. "Startup" reisst dermassen mit und ist so superspannend, dass ich Vollzug melden kann. Was hatte ich mich auf diese Staffel gefreut - am nächsten Tag war sie dann da (was für ein Zufall!). Anfangs etwas enttäuscht, weil zunächst etwas ruhigere Gewässer angesteuert wurden. Wirkt inhaltlich mehr wie eine Neuerzählung der ersten Staffel: Neues Geschäft, neues Glück. Aber auch hier entfaltet die Story ihre ganze Pracht und lässt einem die Fingernägel abkauen. Dazu noch tolle Darsteller, geile Locations und Figuren, die sich weiterentwickeln und keine blossen Stereotypen sind.
Staffel 3
...bleibt deutlich hinter den Vorgängern zurück. Im Grunde war die Geschichte ja auch auserzählt. Und so fällt den Machern nichts mehr ein. Die Freundschaft zerbricht, innere Konflikte kochen hoch, das junge Unternehmen steht kurz vor dem Ruin, weil das Geld ausgeht. Dann ist da noch die NSA und die durchaus interessante Frage, ob Netzneutralität gerecht ist und wie weit Überwachung gehen darf oder muss.