Review

Kyle Walsh hatte einen schlimmen Vorfall in seiner Kindheit: Eine böse Zahnfee hat seine Mutter umgebracht. Er sah das Monster, konnte aber entkommen. Seitdem lebte er in Pflegefamilien, verschiedenen Heimen und Institutionen. Nun, 12 Jahre später bekommt er einen Anruf von seiner damaligen Freundin Caitlin, die ihn zu Hilfe ruft, weil ihr Sohn nachts nicht im Dunkeln schlafen kann und die Ärzte wissen keinen Rat. Für Kyle ist die Sache klar: Die Zahnfee ist zurück! Doch wie soll er so eine Story Caitlin beibringen?

Der Fluch von Darkness Falls ist ja nicht der erste Film bei dem die sonst harmlose und beliebte Zahnfee als Horrormotiv herhalten muß. Hier soll sie eine alte Frau sein die unberechtigterweise eins im Örtchen Darkness Falls verbrannt wurde und seitdem einen ziemlichen Brass auf deren Bewohner im Allgemeinen und auf Kinder die ihren letzten Milchzahn verlieren im Besonderen schiebt. Wehe, wenn der letzte dieser Zähne stiften geht, gehts den Kiddies an den Kragen. So beginnt auch die Pre Title Sequenz in der der junge Kyle durch Feeeinsatz seiner Mutter verlustiert wird und die nächsten 12 Jahre in der Klapse und ähnlichen Institutionen verbringen darf.
Ab dort geht das Geschehen relativ gemütlich los, wir lernen die Protagonisten in der Jetztzeit kennen und erfahren das Kyle immer noch eine Psychose weg hat und die örtliche Bevölkerung ihn für den Mord an seiner Mutter verantwortlich macht. Das Geschehen spielt sich zunächst wie ein Mysterythriller ab, vereinzelt tritt die Fee auf und meuchelt mal jemand, kleine Schockeffekte werden eingestreut, aber ca. ab Halbzeit bekommt der Film die Kurve zum reinrassigen Horrorfilm. Der Bodycount steigt, das Tempo nimmt zu und überraschenderweise ist der Streifen allerdings nach etwas über 70 Minuten wieder vorbei.
Positiv ist zunächst die Atmosphäre zu vermerken, erst ruhig und düster, danach brachial (und düster), ohne allerdings in Brutalität zu verfallen. Hier und gibts mal etwas Blut zu sehen, in der ständigen Dunkelheit sind allerdings keine Details zu erkennen und die meisten Kills stellen sich so dar, das unvorsichtige Opfer einfach in die Dunkelheit gezogen und man hört nur noch deren Todesschreie, FSK 16 ist da absolut zutreffend.
Dem Film gelingen visuell dabei einige gute Shots und besonders die Szene in der Polizeistation bleibt durchaus länger in Erinnerung, handwerklich ist hier alles im grünen Bereich. Die Darsteller kennt man nicht, man bemerkt sie kaum und sind nach Filmende relativ schnell wieder vergessen. Im Rahmen der Anforderungen machen sie aber einen akzeptablen Job. Ein Überflieger ist die Darkness Falls Mär zwar nicht geworden, aber Horror Fans dürften einigermaßen zufrieden sein.
6/10

Details
Ähnliche Filme