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In dem Dorf "Darkness Falls" lebt eine alte Frau namens Matilda Dixon, die den dort lebenden Kindern immer ein Goldstück für ihren letzten Milchzahn gibt. Von allen wird sie nur "die Zahnfee" genannt. Nach einem schweren Brand ist sie gezwungen, eine Porzellanmaske zu tragen und sich nur noch im dunkeln fortzubewegen. Das bringt ihr schnell den Ruf einer Außenseiterin ein. Als dann auch noch zwei Kinder des Dorfes scheinbar spurlos verschwinden, glaubt man in ihr die Schuldige gefunden zu haben und richtet sie hin. Auf dem Weg zum Galgen verflucht sie allerdings noch "Darkness Falls". Von nun an geht sie als geisterhafte Erscheinung umher, die auch vor Mord nicht zurückschreckt.
Kyle, dessen Mutter vor Jahren der "Zahnfee" zum Opfer gefallen ist, muß sich noch einmal nach "Darkness Falls" aufmachen, weil der kleine Bruder seiner ehemaligen Freundin ebenfalls auf der Liste des Geistes steht. Es beginnt ein verzweifelter Kampf...

"Darkness Falls" ist ein durchweg unterhaltsamer, wenn auch konventioneller Horrorfilm geworden, der mehr Wert auf Spannung, als auf blutige Effekte setzt. Durch geschicktes Spiel mit Licht und Schatten kommt zu keiner Zeit Langeweile auf. Überragend ist aber vor allen Dingen die Abmischung des Sounds. Man fühlt sich wirklich in die Szenerie versetzt, da die Klangkulisse ein Räumlichkeitsgefühl sondergleichen vermittelt.
Leider hat der Streifen auch einige Nachteile. Der Zuschauer wird alle fünf Minuten mit einem Schockeffekt konfrontiert, wodurch sich etwa nach der Hälfte der Spielzeit doch eine gewisse Gleichgültigkeit einstellt. Wurde man am Anfang noch wirklich erschreckt, werden die Effekte mit Zeit vorhersehbar.
Die Story ist zudem mehr als dünn. Zwar muß man den Machern attestieren, daß sie alles aus dieser herausgeholt haben. Allerdings ändert das nichts daran, daß "Darkness Falls" im Prinzip nicht mehr als ein typischer Slasher geworden ist.
Die Figur der "Zahnfee", entworfen von Stan Winston, ist allerdings toll in Szene gesetzt worden. Zwar fühlt man sich teilweise an "The Frighteners" erinnert, aber der wehende Umhang und die Porzellanmaske lassen den Charakter schön unheimlich wirken.
Die Schauspieler sind weder besonders gut, noch besonders schlecht. Bekannte Gesichter findet man eigentlich keine, was aber nicht stört.
Insgesamt bietet "Darkness Falls" spannende, wenn auch völlig unoriginelle Unterhaltung. Genau das richtige für einen Videoabend mit Freunden.
6/10 Punkte

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