Eine Studentin bekommt seit Tagen Warnungen auf roten Luftballons, daß ihr Ende bevorsteht - als sie eine vorübergehend verlassene Wohnung beaufsichtigt, ängstigt sie sich vor einer dort im Dunklen stehenden Clowns-Statue. Die erwacht jedoch schnell zum Leben und tötet das Mädchen. Das gleiche erlebt auch die Studentin Emma, die mit Freundin Heather zusammenwohnt und in einem Schnell-Restaurant jobbt - immer wieder rote Luftballons mit handschriftlichen Warnungen auf das bevorstehende Ableben und entsprechende Alpträume von einem Killerclown. Langsam rückt der Termin des prognostizierten Angriffs näher, und Emma wird immer nervöser, obwohl der befreundete Jonah und der Vater der Getöteten (mit einer Armbrust bewaffnet) ihr beistehen wollen...
Die Angst vor unheimlichen Clowns ist ein fester Bestandteil diverser Horrorstreifen, seit Stephen King dieses Thema etabliert hat - auch hier treibt ein titelgebender Killerclown sein Unwesen. Dass das Ganze als preisgünstiger Mockbuster angelegt wurde (schließlich stand zur selben Zeit eine Neuverfilmung von Kings Clown-Klassiker Es an) muß dabei nicht zwingend negativ gewertet werden, im vorliegenden Fall aber ist dieser trittbrettfahrende Streifen (besonders das Drehbuch) ein einziges Desaster. Dazu kommt eine Kameraführung, die in den wenigen spannenden Momenten langsam ausblendet (wtf?) sowie ein Clown, der in seinem Auftreten jeder Beschreibung spottet: Er bewegt sich in angedeuteter Zeitlupe wie ein Zombie-Gorilla und röchelt dabei - soviel unfreiwillige Komik kann man nicht ernst nehmen. Und daher macht sich schon bald nicht Beklemmung sondern Fassungslosigkeit über soviel Dilettantismus breit, besonders auch in den Momenten, wo der Vater der anfangs (natürlich im Off) Getöteten mit einer kleinen Armbrust herumschleicht. Wie ein Polizist mit seiner Dienstwaffe betritt er mit dem Ding in der Hand einzelne Räume auf der Suche nach dem Clown. Wer bitte denkt sich so einen Schwachsinn aus?
Der Gore-Gehalt ist ebenfalls minimal, ein wenig Gulasch mit Halsband in einem Luftballon verpackt soll die Überreste von Emmas Hund darstellen, den der böse Clown an die gefesselte Hauptdarstellerin verfüttert, in irgendeinem ihrer Träume. Genau weiß man das mit dem Traum aber auch nicht, da diese Szene in dem Moment, wo Heather ihr zu Hilfe kommen will, einfach ausfadet und in der nächsten Einstellung alles wieder normal ist. Dieses völlig unmotivierte Ausblenden erlebt der Zuseher des Öfteren und weiß somit schon nach kurzer Zeit nicht mehr, was real und was Traum sein soll. Die textlichen Einblendungen ("Noch 2 Tage 30 Minuten bis zum Angriff") helfen da auch nicht weiter, zumal sich die wenigen Akteure nicht wirklich darauf vorbereiten. Die vielen Logiklöchern (z.B. daß der einzige Polizist offenbar unbemerkt auch schon recht früh dem Clown zum Opfer fällt und es keine weiteren Polizisten in der Kleinstadt dort gibt, genausowenig wie es anscheinend keine weiteren Freunde, Kollegen, Kommilitonen, Eltern etc. gibt, die man alarmieren könnte, wenn man sich bedroht fühlt) fallen schon gar nicht mehr ins Gewicht, als der Clown dann tatsächlich mal von einem Armbrustpfeil getroffen wird und sich netterweise, vermeintlich verwundet, darniederlegt - um ein paar Szenen später wieder fröhlich weiter zu röcheln.
Zumindest Brittany Belland als Hauptdarstellerin Emma kommt als verängstigte Scream-Queen einigermaßen überzeugend rüber - die Rolle verlangt ihr aber auch nicht sehr viel ab - aber auch die einzige gute Idee des Films (nämlich als der Kasperl-Clown jede Menge schwarzes Zeug in Jonahs Gesicht kotzt) hat man bald vergessen, wenn es dann irgendwann zu einer sogenannten "Auflösung" beim Showdown im Schnellrestaurant kommt, in der sich der Clown als von einem Mitwirkenden ferngesteuert herausstellt - an Anti-Dramatik und Unlogik kaum mehr zu überbieten.
Das offensichtliche Durcheinander einiger Szenen, das vollkommen lächerliche Auftreten des Clowns und eine weitgehend fehlende Kontinuität bei den Handlungen gepaart mit einer merkwürdigen Kamera- bzw. Schnitt-technik, die auch vor grellen Farbfiltern nicht zurückschreckt, machen diesen Mockbuster zu einer durchgehend öden und langweiligen Angelegenheit. Der auf dem reißerisch aufgemachten Cover abgebildete Clown, der im Film natürlich vollkommen anders (nämlich wesentlich harmloser) aussieht, runden das miserable Gesamtbild ab: Der Killerclown ist, anders kann man es nicht ausdrücken, gequirlte Scheisse auf technisch niedrigem Niveau. 1 Punkt für diese Zeitverschwendung, weil es 0 Punkte nicht gibt.