Das Space Shuttle "Aquarius" stürzt ohne Vorwarnung bei Los Angeles ab. Die sechs Astronauten an Bord sind von einem Virus aus dem All befallen und können fliehen. Man heuert Nick Saxon (Jack Scalia) an, um die Infizierten wieder einzufangen, darunter ist auch Nicks Exfrau Deborah (Donna Scott). Die Infizierten sind derweil auf der Suche nach einem Kanister. Darin befinden sich einige Eier, welche in kurzer Zeit schlüpfen. Nick hat also nicht viel Zeit und kommt leider zu spät hinter die Absichten seines Vorgesetzten. Für den waren die sechs Astronauten nur Versuchskaninchen, um die Ausserirdischen zur Erde zu bringen und sie für Militärzwecke zu benutzen. Nick wendet sich gegen seinen Vorgesetzten und steht somit auf allen Fahndungslisten. Ausserdem will er die Invasion aus dem All aufhalten und Deborah von dem Virus befreien.
Anfang bis Mitte der 90er Jahre waren die Zeiten des Genres Mysterie, eigentlich eingeläutet durch die wohl bekannteste Serie "Akte X". Es folgten "X-Factor, Outer Limits" und Viele Andere, hier sah auch PM Entertainment eine gute Chance sich ein kleines Stückchen des Kuchens zu reservieren. Richard Preston Jr. (Hologram Man, Cyber Tracker 2, The Silencers) klaute sich schnell eine Story zusammen und Produzent Richard Pepin übernahm nebst Kamera auch den Job des Regisseurs.
Herausgekommen ist ein typischer PM Film mit Horrorelementen, doch ansonsten ist alles beim Alten. Nicht sonderlich innovativ, doch in den Actionszenen effektiv. Es kracht wieder an allen Ecken und Enden. Bildschirmfüllende Explosion, spektakuläre Autostunts, Verfolgungsjagden und Shootouts unterhalten über die gesamt Lauflänge. Mit blutigen Einschüssen hält sich Pepin ein wenig bedeckt, dafür hat "Dark Breed" einige Goreeinlagen zu bieten, welche obendrein recht gut gemacht sind. Ein wenig gewöhnungsbedürftig sind die Verwandlungen, da wurde doch sichtlich mit schlechtem CGI nachgeholfen, auch sehen die Monster aus dem All nicht gerade furchteinflößend aus. Doch wie immer ist so ziemlich alles bei PM Handarbeit. Was heisst, man macht sich hier noch die Mühe einen Stuntman in das Gummikostüm zu stopfen. Auch die blutige Autopsie in Nahaufnahme und einige Morde der Infizierten sind handmade. An Action mangelt es hier zu keiner Zeit, gerade der Opener und das Finale sind wirklich krachig geworden.
Aber die Story klappert so ziemlich jedes Klischee ab, welches der Filmfan kennt. Ausserirdische Wesen die die Menschen als Wirte benutzen, das Militär welches die Ausserirdischen wiederum zu Kriegszwecken missbrauchen wollen. Das Ganze gab es schon so oft, besser gesagt zu oft, daher kann "Dark Breed" keine Wendungen offenbaren und nur mit solider Spannung auffahren.
Aber Jack Scalia macht gewohnt einen guten Job. Für PM agierte er schon in dem ähnlichen "The Silencers" und dem Sci-Fi Actionfilm "T-Force". Die restlichen Darsteller halten locker ein ordentliches Niveau, wobei Pepin auch viele unbekannte Gesichter agieren lässt.
Louis Febre zaubert einen passenden Score und auch die dunkle Stadtkulisse passt perfekt zum Szenario.
"Dark Breed" hat sich zwar die Story von überall her zusammengeklaut, unterhält aber lückenlos, dank der krachigen Action und der sympatischen Darsteller. Der Großteil der Effekte ist sehr gelungen, nur an wenigen Stellen lassen sich schlechte Animationen ausmachen. Der Plot ist aber arg innovationslos und vorhersehbar und spannender könnte das Ganze auch sein.