Es steht nicht gut um die Firma Zenotek. CEO Carol ordnet Entlassungen an, da die Wachstumsquote nicht erfüllt wird und schnell macht sich so kurz vor Weihnachten schlechte Laune breit. Dem möchte Filialleiter Clay mit einer ausschweifenden Weihnachtsfeier entgegenwirken, zu der auch der Vertreter eines investitionsfreudigen Kunden eingeladen ist. Vielleicht die letzte Chance, den Laden zu retten. Doch natürlich läuft der Abend ziemlich aus dem Ruder.
Darstellerisch und dramaturgisch ist das erwartbar wenig herausfordernd. Aus der ganzen Menge an Figuren, die sich auf der Party tummeln, hebt sich eine übersichtliche Gruppe heraus, der man immer wieder mal folgt. Dabei erfüllen diese relativ eng abgesteckte Klischees, wie es eben gerade für die Fortführung der Szene oder den nächsten Gag brauchbar scheint. Letztlich will man doch nur der titelgebenden Party beiwohnen und hier gibt es dann doch immer wieder die ein oder andere Eskalation. Das „man hätte noch eine Schippe drauflegen können“-Gefühl bleibt dennoch erhalten, allzu derb wird es nicht, verbale Entgleisungen, ein paar nackte Tatsachen und Lärm eben. Der Humor ist nicht von der gehobenen Art, eine feinsinnige Satire auf das Büroleben ist das nicht, hat aber wohl auch keiner erwartet. Immerhin ist das oft unterhaltsam chaotisch und steuert, welch Überraschung, auf ein versöhnliches Ende zu.
Mit Jason Bateman und Jennifer Aniston hat man zwei bekannte Namen an Bord, Kate McKinnon und T. J. Miller gibt‘s dazu, aus dem Ensemble ragt keiner nach oben oder unten heraus. Soll heißen, dass die Leistungen durchweg solide sind. Was daran liegt, dass das hier einfach eine Aneinanderreihung denn eine stringent erzählte Geschichte ist und man an Figurenzeichnung keinerlei Interesse hat. Als chaotisches Panoptikum des Untergangs innerhalb einer frustrierten Belegschaft mitsamt Obrigkeit ist das Werk stellenweise unterhaltsam, wenn es auch bei aller angepeilten Derbheit nie die letzten Meter geht. Ein paar Lacher gibt es, flott ist das auch, kann man mal machen.