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In einer fernen Zukunft arbeiten die US-Sicherheitsbehörden u.a. mit virtuellen Umgebungen, um ihre besten Mitarbeiter auszubilden. In einem unterirdischen Hochsicherheitsgefängnis, dem titelgebenden Death House, müssen Agent Jae Novak (Cody Longo) und Agent Toria Boon (Cortney Palm) gerade die letzten Tests bestehen, indem sie auf Pritschen liegend eine Art Brille tragen, die sie in eine künstliche Welt mit Bösewichten versetzen. Die virtuellen Probanden sind Massenmörder, Kannibalen etc. und wurden von einem Wissenschaftler-Team unter der Leitung von Dr. Eileen Fletcher (Dee Wallace) entworfen - der Reihe nach werden sie vorgestellt, es gibt sogar drei verschiedene Satane. Novak und Boon sind gerade mit der Leiterin im Lift unterwegs, als der Strom im gesamten Gebäude ausfällt. Unvermittelt brechen dutzende schwere Jungs aus ihren Zellen aus, erledigen die behelmten Wachmannschaften und ziehen auf der Suche nach dem Ausgang durch das Geheimgefängnis, während sich das vorerwähnte Trio mühsam aus dem Lift befreit. Ob sie es wohl schaffen, den marodierenden Horden unter deren Anführer Sieg (Kane Hodder) zu entkommen...?

Wem diese Einleitung etwas zu chaotisch erscheint, sei vorgewarnt, daß die erste halbe Stunde ein noch viel größeres Durcheinander bietet, als es diese Zeilen vermitteln: Diverse Tötungsszenen in Video-Optik durchmischt mit langatmigen Erklärungen zu den erschaffenen Bösewichtern lassen den geduldigen Zuschauer rätseln, was nun virtuell und was real sein soll. Zu Letzterem zählt eine gemeinsame Dusch-Szene der beiden Agents, die über ihre Tätowierungen sinnieren, da sie sich nicht erinnern können, warum sie diese tragen. Erst als das Licht ausgeht, kommt so etwas wie Bewegung in den Film, wobei das weitere Geschehen in immer tieferen Ebenen des Gefängnisses unter schlechter Beleuchtung leidet. Das Agenten-Duo und die Leiterin müssen dabei durch verschiedene Kellerräume gehen, deren Inhalt selbst Letztere nicht kennt...

Die diversen Logiklöcher dieses wirren Streifens auch nur ansatzweise aufzulisten, würde den Rahmen sprengen: Wieso  können die bösen Jungs ausbrechen, was hat es mit dem blitzartigen Eingeweide-rausreißen (schon in der Eingangsszene mit Tony Todd) auf sich und wieso steht der gerade erschossene Kane Hodder plötzlich wieder auf? Aber egal...
Auf der Habenseite sind immerhin einige handgemachte Gore-Einlagen vorhanden, die sich sehen lassen können (wie z.B. die gehäuteten Kannibalen), besonders in der zweiten Filmhälfte jedoch scheint das Präsentieren dieser blutigen Effekte der einzige Zweck des Films zu sein: Wie in einer Geisterbahn bewegt sich das Trio von einer "Blut-Attraktion" zur nächsten...

Von den Darstellern der beiden Agents kann sich keiner von beiden auszeichnen, von Cortney Palm bleibt höchstens ihre öfters unvorteilhaft ins Bild gesetzte sehr spitze Nase im Gedächtnis. Die übrige Besetzungsliste mit diverser Horrorfilm-Prominenz ist leider weitgehend verschenkt: gerade einmal Kane Hodder oder Barbara Crampton erreichen Normalformat, Dany Trejo oder auch Sid Haig sind viel zu kurz aktiv. Einige gut gemachte Effekte (sowie ein paar beiläufig gezeigte Titten) reichen aber keineswegs, um gegen das völlig verkorkste Drehbuch anzustinken: Mehrfach keimt der Wunsch auf, diesen nicht einmal party-tauglichen Schwachsinn vorzeitig zu beenden. Bestenfalls für hartgesottene Genre-Fans geeignet: 2,51 Punkte.

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