Review

Nenn mich bei deinen Farmen


Zwei Männer welzen sich durch den Schlamm, 
gibt das Kloppe oder gehen sie sexuell ran?!

Spaß beiseite, „Gods Own Country“ ist eine eindringliche Lovestory,
ganz nach Marleys Motto „Be happy, don't worry!“. 

Der „Call Me By Your Name“ des britischen Arbeitermilieus, 
das ist höchstes Lob und nimmt hoffentlich niemand bös'. 

Gespielt von den zwei Jungs wie von 'nem anderen Stern, 
bei dieser Entwicklung man zusehen kann nur liebend gern. 

Über Vorurteile und Gefühle die siegen, 
die Natur eines Menschen lässt sich zum Glück nicht allzu sehr verbiegen. 

Zwischen Matsch, Gülle und Herzinfarkten, 
sah man selten, wie sich zwei Typen derart leidenschaftlich beharkten. 

Sensibel und empfindlich, echt und intim, 
ich hoffe dieses Statement sieht man von Edinburgh bis Wien. 

„Gods Own Country“ ist einer der grossen Liebesfilme der letzten Dekade,
dass ihn gefühlt noch immer nur Kritiker kennen, ist ein wenig schade. 

Klar ist das super simpel, langsam und straight, 
doch unter der Oberfläche ist da einfach noch viel mehr als nur zwei Männer „gettin' lay'd“. 

Einer der wichtigeren und besten Gayfilme der letzten Jahre, 
ihr merkt es daran, dass ich hier sicher nicht mit Lob spare. 

Doch weit mehr als nur schwules Kino, 
wer hier nicht mitfühlt ist emotional wohl ein echter Dino. 

Am besten aber Untertitel andrücken, 
denn dieser Dialekt reißt schonmal in gute Englischkenntnisse Lücken. 

Fazit: viel mehr als nur der britische „Brokeback Mountain“. Die Chemie zwischen den zwei Männern ist spektakulär, die Intimität auch, die Bilder ebenso. Was für ein intensives Liebesspiel! Simpel und effektiv. 

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