Der letzte „echte“ Nightmare on Elm Street Film schließt ab mit den Worten: „Freddy’s Dead“! Wie wir alle wissen, er ist es nicht…
Alle Kinder der Elm Street sind tot. Freddy braucht neues Futter. Also muss er schnellstmöglich einen Weg finden, um weiterhin die Teens in ihren Träumen aufzusuchen und sie zu töten. Warum also nicht mit Hilfe seiner Tochter. Ja, Freddy war mal Papa, als er noch Mensch war.
Man merkt, die Inhaltsangaben werden kürzer. Storytechnisch ist der alberne sechste Teil der Nightmare-Reihe wirklich misslungen. Wenn das das einzige Problem des Films wäre…Die einfallslose Geschichte rund um das nun kinderlose Kleinstädtchen Springwood, in der zwar noch die Eltern leben, aber allesamt total durchgeknallt sind bietet auch keine gute Grundlage. Und dass Freddy nun plötzlich noch eine Tochter hat, die nicht einmal ansatzweise in den ersten fünf Filmen Erwähnung fand, zeigt schon, dass es den Machern an Kreativität mangelt. Wes Craven machte das im siebten Teil zum Glück etwas besser.
Die Geschichte ist also blöd. Dasselbe gilt für den Großteil der Inszenierung. Mit dem comichaften Freddy kann man sich durchaus anfreunden, was Teil3, 4 und 5 bewiesen haben, aber hier ging man einen Schritt zu weit. Die Verbildlichung eines Übergangs von Traumwelt und Realität, der Videospielende Freddy, der Schluss mit der 3-D Brille – das ist dann doch zu albern und nicht wirklich witzig. Verbunden hiermit sind natürlich die Morde, die wie schon in Teil5 leider an Kreativität und Brutalität einiges vermissen lassen. Warum nur?
Um nun endlich mal was Gutes zu sagen: Die Nebendarsteller bzw. Cameos sind ganz nett. Yaphet Kotto als Doc ist sympathisch, ebenso Breckin Meyer als dummer Kiffer. Johnny Depps klitzekleiner Cameo ist herrlich. Er, dessen Charakter im ersten Teil während des Fernsehguckens starb, darf in einer kleinen Werbung auftreten, um dem Kiffer zu sagen, dass Drogen nicht gut sind. Klein aber fein. Auch Roseanne and Tom Arnold als verrücktes und kinderloses Ehepaar sind mit einem kurzen Gastauftritt beschert worden. Ebenfalls ein gelungener Cameo, der den Film noch etwas aus seiner Unterdurchschnittlichkeit herab hebt.
Achja: Gruselig ist hier absolut nichts mehr. Nicht eine einzige Sekunde lang. (4,5/10)