Beim 6. und eigentlich auch letzten Teil (wenn man mal von der Pseudo-Fortsetzung "Freddy`s New Nightmare" absieht) kann ich durchaus ein Resümee ziehen, da ich am vergangenen Wochenende eine kleine "Nightmare"-Session eingelegt habe. Den 1., 2. und 4. Teil der Reihe kannte ich ohnehin schon, doch nach Sichtung der Teile 3, 5 und 6 muss ich sagen, dass mir letzterer als Fortsetzung am Besten gefällt. Viele Fans sind der Meinung, dass "Nightmare On Elm Street 3" das Maß aller Dinge in Sachen Fortsetzungsfilme sei, aber dem kann ich nicht zustimmen. "Freddy`s Finale" wirkt auf mich frischer, humorig skurriler und effekttechnisch besser umgesetzt als alle anderen Fortsetzungen der "Nightmare"-Reihe, weswegen ich diesen auch zu meinem "Liebling" erkläre.
Na gut, in puncto Story ist auch der 6. Teil ebenso löchrig und unausgegoren wie die anderen Fortsetzungen:
In Springwood leben keine Kinder mehr, bis eines Tages eine Gruppe von ausgebüxten Heim-Teenies den Weg dorthin findet, wovon sich eines als Freddy`s Tochter (!) entpuppt. Es beginnt (mal wieder) der Kampf auf Leben und Tod...
Die Story ist also wieder einmal ziemlich dünn, wird aber durch gute (3-D-)Effekte und einige handfeste Fights aufgepeppt. Neue, kreative Ideen gibt es auch, erwähnt sei hier nur der witzige Videospiel-Tod und Einblicke in Freddy`s Gehirn. Der Spannungsbogen ist endlich einmal einigermaßen stimmig, wenn auch durch den englischen Untertitel des Films ("Freddy`s Dead") etwas zu viel verraten wird. Auch in Sachen Gore ist hier mehr zu sehen als in allen anderen Fortsetzungen und der Soundtrack ist gelungen, so steuerte u.a Iggy Pop einen Song bei, welcher allerdings erst im Abspann zu hören ist. Das ist allerdings nicht der einzige Grund nach dem (etwas schwachen) Ende des Films dran zu bleiben: Hier wird noch einmal ein kleines Kaleidoskop aus allen "Nightmare"-Filmen dargeboten und Fans können raten, welche der eingespielten Szenen aus welchem Teil sind. Und nach der Widmung am Ende ("Rest in Peace") dürfte Freddy wohl endgültig zur Ikone aufgestiegen sein...
Darstellerisch hat der der 6. Teil hingegen recht wenig zu bieten: die Schauspieler spielen soweit ganz passabel, zeichnen sich aber nicht durch große Namen aus. Da hätten wir gerade Yaphet Kotto (aus "Alien") als Traum-Therapeut, Breckin Meyer (bekannt aus "Road Trip") als kiffender Teenie und natürlich (wie immer) der schlicht geniale Robert Englund in seiner Standard-Rolle als "Freddy".
Abschließend bleibt zu bemerken, dass "Freddy`s Finale - Nightmare on Elm Street 6" der würdige Abschluss einer "Slasher-Saga" ist, welche den Direktvergleich mit den 2 wohl bekanntesten Splatter-Endlosreihen "Freitag, der 13." und "Halloween" um Längen gewinnt. Der 6. Teil ist für mich neben Teil 1 und "Freddy`s New Nightmare" der beste Teil der Reihe und äußerst kurzweilig, wenn auch mit kleineren Schwächen.