Freddy die Sechste. Und Letzte?
John schlägt ohne Erinnerung in einem Heim für schwererziehbare Jugendliche auf. Er ist der letzte noch lebende Teenager der Elm Street. In seinen Träumen erscheint ein Ort namens Springwood. Maggie, die Sozialarbeiterin des Jugendheims, unternimmt mit John und drei weiteren Jugendlichen einen Abstecher in das verschlafene Nest, da sie von denselben Albträumen wie John geplagt wird. In Springwood angekommen schnappt Freddys Falle zu…
"Do You Know the Terror of He Who Falls Asleep?
To the Very Toes He Is Terrified,
Because the Ground Gives Way under Him,
And the Dream Begins…”
Teil 6 – The Final Nightmare. Freddy zitiert Nietzsche. Freddy reitet auf einem Besen. Freddy säbelt Ohren ab. Freddy springt Fallschirm. Freddy schneidet sich wieder mal die Finger ab.
Des Weiteren ist Teil 6 der Teil mit dem Haus, das aus allen Wolken fällt, mit dem miserablen 3D-Part, mit Roseanne und dem Gastauftritt von Johnny Depp, der nach einem Anti-Drogen-Kochstudio von Freddy eine Bratpfanne übergezogen bekommt.
Teil 6 beschäftigt sich außerdem ausgiebig mit Freddys Werdegang. Gezeigt werden Freddy als Schulbengel, der den Klassenhamster mit dem Hammer geplättet, und Freddys fieser Stiefvater (gespielt von Alice Cooper), der an seinem Ziehsohn die Gürtel-Therapie anwendet. Man erfährt etwas über das Familienleben der Kruegers und was für ein liebevoller Vater Freddy zu Lebzeiten war. …Ja, richtig gehört: Freddy hatte ein Kind. Und genau hinter diesem ist das Pizzagesicht hier auch her, da nur sein eigen Fleisch und Blut ihn aus Springwood befreien und ihm das Tor zur Welt öffnen kann.
„Jede Stadt hat eine Elm Street!“
Schließlich erfährt man auch, wie Freddy eigentlich zum massenmordenden Traumdämon geworden ist. An dem Abend, an dem die Kleinstadtbewohner an Freddy wegen dessen Verbrechen Selbstjustiz verüben und sein Haus abfackeln, geht Freddy nämlich, so stellt sich heraus, einen Pakt mit den Herren der Träume, drei bösen Geistern, ein. Sie schenken ihm sowohl ewiges Leben als auch die tollen Fähigkeiten, die unser Moviekiller mit dem Schlapphut die letzten fünf Teile unter Beweis gesellt hat.
Die Idee mit den Dämonen mag man bescheuert nennen, meiner Meinung nach ist sie aber definitiv intelligenter und Benutzer tauglicher als der geistige Stuhlgang mit Jason und dem Parasitenwurm (siehe „Jason Goes to Hell – The Final Friday“).
Freddys Opfer in Teil 6:
- Carlos mit dem Hörschaden – Freddy pimpt sein Hörgerät und stellt es auf hypersensibel, sodass Carlos
der Schädel platzt
- Kiffer und Videogame-Nerd Spencer – Freddy versetzt ihn in ein Videospiel und macht ihn mit dem
Power-Handschuh fertig
- John, der letzte Teenager Springwoods – er geht mit Freddy Fallschirmspringen und landet dabei auf
einem Nagelbett
Der Bodycount haut einen zwar nicht wirklich vom Hocker, dafür ist Freddy im sechsten Teil der Albtraum-Saga aber so lustig wie in keinem anderen unterwegs. Dies grenzt zwar manchmal fast schon an Klamauk, weshalb „Freddy’s Dead“ auch nicht unbedingt zu den beliebtesten der Reihe zählt. Dennoch ist alles geboten, was dem Fan das Herz höher schlagen lässt: die Lache ist fies, die Sprüchen sind sarkastisch bis zum Anschlag und der Klingenhandschuh wirft fleißig Funken – was will man mehr!?
Ferner muss man sagen, dass uns Teil 6 die Figur des Freddy Krueger ein gutes Stück näher bringt, ja, uns beinahe seine komplette Biographie liefert.
„Ich krieg dich noch, mein Süßer, und deine kleine Seele auch!“
Fazit:
Definitiv mehr Horrorkomödie als klassischer „Nightmare“-Horror. Mit Gänsehaut hat „Freddy’s Dead“, der sich ja glücklicherweise nicht als der letzte "Nightmare" herausgestellt hat, kaum mehr was am Schlapphut, dafür steigt hier der Fun-Faktor.
Mit Sicherheit nicht Freddys bester Streich, aber irgendwie sind die ja alle ganz okay.