Zwar kann auch dieser Teil der Reihe dem Original in keinster Weise das Wasser reichen, aber mehr als solide Kost wird dem Zuschauer dennoch geboten. Qualitativ besser als sein Vorgänger ist er allemal.
Die Story fährt wieder ein paar witzigere Aspekte auf: Freddys Videospiel mit Spencer oder der Spruch gegen Ende des Films "Jede Stadt hat eine Elm Street" lockern den gesamten Film ein wenig auf. Dadurch ist natürlich spürbar, dass man diesen Teil der Reihe in keinster Weise ernst nehmen kann, aber irgendwie passt das Komische zu unserm "Pizzagesicht".
Dennoch ist die Spannung durchgängig vorhanden, im Gegenzug hat man sich jedoch jegliches Überraschungspotenzial geschenkt, was eigentlich schade ist. Gegen den genialen Erstling, der an Atmosphäre und Spannung kaum zu überbieten ist, stinkt auch der sechste Teil der Reihe gewaltig ab.
Zu den Schauspielern gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, außer dass Robert Englund wieder einmal voll in seinem Element ist und mächtig Gas gibt. Dagegen sind die anderen Darsteller allesamt sehr blass und einer weiß besonders zu nerven: Carlos (Ricky Dean Logan).
Leider ist das Finale, welches der Titel schon verspricht, ziemlich mau ausgefallen, denn wirklich viel gibt es hier nicht zu sehen: ein paar Kicks und Seitenhiebe, dann eine kleine Rohrbombe - und schon ist der "Herr der Alpträume" besiegt. Daraus hätte man definitiv mehr machen können. Aber sei's drum...
Freddy's Finale hat alles Notwendige, was einen echten Nightmare-Film ausmacht: düstere Atmosphäre, ein paar blutige Effekte, skurille Traumsequenzen, eine gute Portion Humor, und einen Robert Englund in Bestform. Lediglich das enttäuschende "Finale" trübt den Spaß ein wenig. Trotzdem gilt: unbedingt anschauen!
A Nightmare on Elm Street 6 - Freddy's Finale wäre eigentlich ein guter Abschluss der Kult-Reihe gewesen, eigentlich!
7/10