Wie der Titel es schon verrät war der sechste Teil der Nightmare-Reihe als letzter Beitrag der Serie gedacht, die dem Studio New Line Cinema einst neues Leben einhauchte. So ließ man es sich nicht nehmen, während des Abspanns allerlei Szenen aus den Produktionen rund um die titelgebende Kultfigur des Slasher-Subgenres abzuspulen. Und ist das auch für sonst nichts gut, dann wenigstens dafür, dass der vorliegende Teil dadurch noch schlechter dasteht.
Das hier aufgemachte Szenario, das zehn Jahre in der Zukunft spielt, ist doch leicht konfus. Nachdem Freddy, den es also immer noch gibt, in Springwood alle Teenies bis auf einen um die Ecke gebracht hat, verschlägt es den als John Doe betitelten Überlebenden in ein anderes Dorf. Psychologin Maggie schleift den unter Amnesie leidenden Kerl zurück nach Springwood, um dessen Gedächtnis aufzufrischen. Und darauf hat Freddy nur gewartet.
„Freddy's Dead“ ist ein grober Ausfall auf Zelluloid. Dass man die Reihe mal zu einem Ende bringen wollte – meinetwegen. Aber dazu hätte man aus dem einst schauerlichen Killer, der seine Opfer in deren Träumen heimsucht, nicht zu einer Witzfigur degradieren müssen. Es beginnt beim Make-up, das viel zu sauber aussieht, von dem verbrutzelten Dämon ist da nicht mehr viel übrig. Dass er hier und da mal einen Spruch raushaut, das kennt man schon. Aber so wenig treffsicher wie hier waren sie nie. Dazu kommen wenige und auffallend harmlose Kills, die kaum der Rede wert und in erschreckend schwache Traumsequenzen eingebettet sind. Gekrönt von einer fürchterlichen, als Videospiel angelegten Sequenz ist hier nichts mehr von der klassischen Atmosphäre übrig. Freddy wirkt hier mehr als je zuvor wie ein Kasper. Hat er nicht verdient.
Und wenn man sich mal gefragt hat, was in seinem Kopf so vorgeht – Alice Cooper und fliegende Kaulquappen. Mit der Begehung mancher seiner Erinnerungen raubt man der Figur nur noch weiter den mystischen Hintergrund, wobei das an diesem Punkt in dem von Rachel Talalay inszenierten Werk auch schon egal ist. Da wirft man gleich noch allerlei in den Vorgängern eingeführte Mechanismen über Bord.
Die restlichen Figuren sind auch nicht gerade liebenswürdig. Neben der Psychologin Maggie dürfen natürlich die üblichen Teenager nicht fehlen. Hier sind allesamt permanent auf Krawall gebürstet und schnauzen sich gegenseitig an, was auch beim Konsum des Films zu mancher Gereiztheit führen kann. Die unterwältigenden Traumsequenzen wurden schon erwähnt, sie reihen sich in das ganze Produktionsdesign ein, welches auffallend unfilmisch und damit billiger als in den Vorgängern wirkt.
Abgerundet von einem höchst uninspirierten Showdown inklusive fader Rangelei in einem Lagerraum wollte man also diese Reihe unwürdig mit diesem Machwerk beschließen. Es ist nicht leicht, hier das Positive herauszustellen, dazu bietet das Ganze zu viel Angriffsfläche. So verabschiedet man keine Ikone des Genres, eine Figur, die quasi ein ganzes Studio mit aufgebaut hat. Geschichte, Figuren, Kills, Traumwelten – nichts davon will so richtig funktionieren. Die Parts über Freddys Hintergrund mit einem recht oft ohne Maske agierenden Robert Englund waren vielleicht gut gemeint doch schlecht ausgeführt und unterm Strich ist „The Final Nightmare“ ja nicht einmal das, was sein Titel verspricht. Dass all dies als geplantes Ende der Reihe geplant war, macht die Sache nur noch enttäuschender.