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„A long time ago in a galaxy far far away…“ – dass nach dem inzwischen legendären Intro hier keine Star Wars-Fanfare ertönt, spricht Bände. Das ist nicht das Star Wars, das wir kennen (und lieben). Das x-te Remake der Story „die Rebellen versuchen, den Todesstern zu verhindern“ verhält sich zu THE FORCE AWAKENS wie eine der schwerfälligen DC-Comic-Verfilmungen zu den spielerisch leichten Marvels, ist ein Star Wars-Produkt aus der zweiten Reihe mit AAA-Hype, aber nur B- bis C-Qualität.

Die Dialoge klingen ungeheuer bedeutend, sind aber in Wirklichkeit fürchterlich banal und redundant zum Gezeigten. Charme, Witz oder Überraschungen des geliebten Star Wars-Universums sucht man hier vergebens. Der einzige „comic relief“ ist K-2SO, ein Droid mit der Statur des Michelinroboters BAYMAX und dem Gemüt des sarkastischen Marvin aus Douglas Adams’ HITCHHIKER’S GUIDE, doch auch bei ihm hat man den Eindruck, es sei nochmal ein Gagschreiber übers fertige Drehbuch geschickt worden, damit das Ganze nicht so düster wird wie Garteh Edwards’ MONSTERS und GODZILLA.

Während Humor und Zitate bei THE FORCE AWAKENS noch organisch erschienen, wirkt hier das Meiste aufgesetzt, wie z. B. die Gastauftritte von Darth Vader und die in mehrerlei Hinsicht gruselige computergenerierte Erscheinung des 1994 verstorbenen Peter Cushing. Die nächste "Star Wars Story" darf gerne wieder etwas entspannter werden.

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