Review

Beworben wird der Streifen als der „ultimative Horror-Party-Film“, was ja gerne mal von Zombiekomödien behauptet wird. Auf jener Party müssten sich allerdings Pubertierende herumtreiben, die erstmalig Alkohol konsumieren und sich aus unerfindlichen Gründen noch in der analen Phase befinden, - denn hier geht es gnadenlos unter die Gürtellinie.

Cornelius, Hausmeister in einer Leichenhalle, hegt eine ungesunde Vorliebe für totes Fleisch, was er am eigenen Leib nach nekrophilen Vorgängen zu spüren bekommt. Daraufhin verbreitet sich ein Virus, welches Untote zu notgeilen Kreaturen mutieren lässt. Einige junge Gäste eines Motels bekommen dies während ihrer Durchreise deutlich zu spüren…

Regisseur und Co-Autor Jonathan Straiton definiert Fleischeslust im Zombiebereich neu, denn anstatt der Gier nach Bissen herrscht hier eine hormonelle Ausnahmesituation, allerdings auch schon im Vorfeld. Denn die überwiegend unsympathischen und stereotypen Figuren denken pausenlos an Sex oder an Witze unterhalb der Gürtellinie. Mit dem nahezu pausenlosen Titti-Kacka-Pups-Tampon-Onanier-Gedöns ist rasch die die Talsohle des Infantilen erreicht und es dauert beinahe eine Stunde, bis überhaupt mal so etwas wie Spannung aufkommt.

Die notgeilen Untoten bringen immerhin ein paar absurde Momente mit, welche deutlich ins Trashige abdriften, etwa, als eine sprechende Vagina mit Zähnen einen Tentakel hervorschnellen lässt und ein mutierter Penis eine Art Auge erhält. Die dazugehörigen Effekte sehen zwar billig aus, passen jedoch zum vorherrschenden 80er Flair, denn Make-up, Score und Kamera orientieren sich deutlich an jenen Genreverwandten. Allerdings auch die weitgehend schlechten darstellerischen Leistungen. Hinzu gesellen sich einige bestimmt nicht zufällig vergebene Namen wie Freddy, Jason, Carrie oder Christine.

Wenn jemand durch eine Spermadusche verätzt wird oder versehentlich im Arsch des verhassten Dicken landet (weil es ja auch rein gar keine anatomischen Unterschiede zur erwarteten Freundin gibt), sind nicht gerade Feingeister gefragt und auch Gorehounds kommen nur bedingt auf ihre Kosten, zumal der partielle Einsatz von CGI bei Einschüssen den Spaß merklich schmälert. Die letzte halbe Stunde gestaltet sich immerhin einigermaßen temporeich und es kommt zu einigen gut getimten Konfrontationen oder Unfällen, doch die fragwürdige Humorschiene trübt den Gesamteindruck gewaltig.
4,5 von 10

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