Review

Im Vergleich zum direkten Konkurrenzfilm "Operation Anthropoid" der etwas bessere Film. Etwas künstlerischer, visuell und auch sonst handwerklich anspruchsvoller und ansprechender.
Das dramaturgische Konzept jedoch etwas seltsam. Im ersten Drittel sehen wir den Werdegang Heydrichs bis zum Attentat. Danach kommen die Attentäter dran.  Während Heydrich sehr sorgsam portraitiert wird, wird auf die Figuren der Attentäter wenig Wert gelegt. Daher kommt es auch irgendwie zu einem Bruch, wenn der Film nach 50 Minuten die Perspektive wechselt und jetzt von den Attentätern erzählt. Mit zunehmender Handlung wird diese auch immer zähflüssiger und actionreicher, aber auch weniger interessant. Besonders wenn man den Konkurrenzfilm schon gesehen hat, weiss man ja schon, was genau passieren wird.
Besonders gut gefallen hat mir die erste Filmhälfte. Hier wird gezeigt, wie aus einem skrupellosen Karrieristen ein Teufel in Menschengestalt wird. Auch der Zuschauer wird hier von der Macht des Bösen verführt, denn Heydrich erscheint als Sympathiefigur. Töten und töten lassen, Menschenmassen abschlachten oder auch auf der Wannseekonferenz die Judenvernichtung als bürokratischen Akt zu erledigen. Wie wird aus einem relativ ormalen Menschen so eine Bestie? Hier wird es gut geschildert.
Insgesamt ist der Film jedoch viel zu lang, die Spannungskurve fällt dann zunehmend ab und Langeweile stellt sich ein.
Daher dann doch nur 6 Sterne.

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