Staffel 2
Da treten manche Weinstampfer weniger auf der Stelle...
Immer noch in der Schule, immer noch umgeben von grünem Nebel,
schafft es „Freakish“ in seiner zweiten Staffel endlich umzulegen den Hebel?
Nein, leider nicht wirklich, da fehlt dann doch noch ein Stück,
und das liegt an vielem, nur sicher nicht am fehlenden Glück.
Zwei neue Gruppen kommen dazu, kurz wird sogar das Schulgelände verlassen,
dennoch fällt es einem schwer, diese Halbstarken und Überlebenden nicht zu hassen.
Teeniekonflikte zwischen Beißern, Morden und Freaks,
und warum kommt eigentlich null Giftgas rein, durch Schächte oder Leaks?!
Die Figuren sind pure Klischees, die Dialoge oft cringe,
immerhin bleibt das Tempo hoch, sodass der Frust nicht allzu steigt beim Binge.
Nach Staffel 2 von „Freakish“ war Schluss,
ja, das kann ich verstehen und nehme es mit Handkuss.
Ok, das klingt etwas überstreng und böse,
aber es führt leider zu allem anderen als Trauer, wenn ich mich von dieser oberflächlichen Endzeit löse.
Wer noch meint „Walking Dead“ wäre eintönig, öde und ausgetreten,
wird nach Beendigung dieser zehn bzw. zwanzig Folgen feiern Feten.
Gefühlt noch weniger Angriffe der Mutanten, immerhin der ein oder andere überraschende Tod,
dennoch kann ich einfach nicht behaupten, nun sei hier plötzlich alles im Lot.
Die Effekte erinnern an den SyFy-Channel,
und die meisten Figuren benehmen sich wie Dödel und Semmel.
Das ist eine Kreuzung aus GZSZ und dem fünfzehnten Spin Off von „Walking Dead“,
mit solchen Langweilern setzt sich Hulu leider nicht in ein gemütlich-gemachtes Bett.
„Freakish“ bleibt insgesamt weit hinter seinen Möglichkeiten zurück,
eine Serie, die ich vermissen werde leider kein Stück.
Fazit: neue Figuren, neue Enthüllungen, neuer Schwung... ? Eher nicht. Selbst wenn Staffel 2 minimal mehr Tempo und Reife besitzt, hängen die bisherigen Schwächen und die allgemeine Wiederholung wie ein böses, kaum auszublendendes Damoklesschwert über „Freakish“. Wäre ich Produzent oder Senderchef, hätte ich diese Teenie-Zombieserie (trotz anfangs aufflackerndem Potenzial) leider auch abgesetzt... Hulu kann mehr! (4,5/10)