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Cover und Titel lassen sogleich erahnen, dass Regiedebütantin Marlene Mc'Cohen auf den Spuren eines populären Blockbusters wandelt oder zumindest indirekt auf dessen Fortsetzung anspielt. Wer allerdings nur Handlungselemente blind kopiert, ansonsten jedoch keine Ahnung von der Materie hat, liefert etwas, das weit unter dem Niveau von SyFy und Konsorten liegt.

In einem Forschungszentrum in LA werden überdurchschnittlich deutliche Signale empfangen, kurz darauf gibt es landesweit die ersten Sichtungen von Ufos. Als wenig später die ersten Menschen zu Zombies mutieren, stellen Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen einem Virus und Handysignalen her…

Mc'Cohen hat sich und ihrer Schwester zwei wesentliche Rollen zugeschustert, in denen sie zwar ein paar weibliche Reize präsentieren, jedoch weit von Schauspielkunst entfernt sind.
Ohnehin bietet sich ein unbeholfenes und größtenteils hölzernes Minenspiel, in Einzelfällen wird komplett drüber performt, doch angemessen agiert hier niemand. Doch das ist bei alledem das geringere Übel.

„Independence Day“ diente als unübersehbares Vorbild, wonach es einen tollkühnen Kampfjetflieger, einen von Aliens entführten Kauz und besorgte Väter gibt, doch trotz parallel ablaufender Handlungsstränge passt hier kaum etwas zusammen, noch überzeugt die technische Umsetzung. Das Mutterschiff sieht aus wie der grobe Entwurf am Computer, dem Details wie Schatten oder nachvollziehbare Bewegungen fehlen, ein Wurmloch wird mal eben durch Blitze in Kreisform angedeutet und selbst bei einer stinknormalen Autofahrt wird mit Greenscreen gearbeitet, was schon verdammt viel über die inszenatorischen Bemühungen aussagt.

Entsprechend stümperhaft mutet die Chose an, welche in nur sehr wenigen Momenten Lichtblicke für Trashfans bietet. Etwa, als alle in der Station besorgt drein schauen sollen, jedoch niemand den entsprechenden Gesichtsausdruck hinbekommt oder eine Prügelei so schlecht choreographiert ist, dass angedeutete Schläge rund zehn Zentimeter am Ziel vorbei gehen. Als schließlich noch versucht wird, das „Wurmloch auf der dunklen Seite des Mondes“ analytisch anzugehen, wird die Geduld allerdings überstrapaziert.

Schade um den bemühten Score, der sich zwar deutlich am Vorbild orientiert, doch immerhin ein paar heroische Klänge heraushaut. Der Rest ist eine rundum talentfreie Zone, die wie stümperhaftes Schultheater anmutet. Die zwei, drei Zombies sind nicht der Rede wert und Gewalteinlagen wie Kopfschuss mit CGI-Blutspritzer reißen ohnehin nichts, während zu keiner Zeit ein Außerirdischer zu sehen ist. Bei so einem Niveau vielleicht auch ganz gut so.
2,5 von 10

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