Review

Man hätte den Film auch gleich CONG betiteln können, denn so unverhohlen wurde das Vietnamtrauma der Amerikaner selten ausgeschlachtet. Keine Spur von der cleveren Metaphorik eines ALIENS, hier wird der Krieg einfach nahtlos fortgesetzt – mit stimmungsvollem 70s-Soundtrack und allen Klischees, die dazugehören (weil man sie aus den entsprechenden Filmvorlagen kennt).

War Peter Jacksons Verfilmung von 2005 noch eine liebevolle Hommage, die sowohl ihren Charakteren als auch Story und Spannungsaufbau Zeit ließ, sich zu enfalten, ist KONG im Zeitalter der Aufmerksamkeit nur noch ein reißerisches B-Movie mit A-Liga-Budget und -Darstellern, die hier jedoch mehr posieren als spielen, ein lauter Spektakelfilm, der von Anfang an in die Vollen geht und ein Monster nach dem anderen abfeiert, denn dafür haben die Leute schließlich bezahlt. Das ginge grundsätzlich ok, wenn der Film sich nicht wieder mal so furchtbar ernst nehmen und stattdessen etwas augenzwinkernd zu seinen Exploitationwurzeln stehen würde. Eine Post-Credit-Szene schließlich lässt das Schlimmste befürchten: Nämlich den Beginn eines weiteren Franchises mit noch viel uninteressanteren Monstern.

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